Experte werden ist einfacher als die Meisten denken - Roman Kmenta - Autor und Vortragsredner

Positionierung als Experte … für Nicht-Experten

Warum Sie (noch) kein Experte sein müssen, um sich als solcher zu positionieren

Für alle, die in einem Bereich tätig sind, der sehr personenbezogen ist und einen Beruf wie Trainer, Coach oder irgendeine Art Berater ausüben, ist die Positionierung als Experte die Strategie, die sehr erfolgversprechend ist.

Positionierung: Bin ich denn wirklich ein Experte?

Doch viele selbstständige Dienstleister, die ich treffe, haben Zweifel, ob Sie in Ihrem Bereich bereits gut genug sind, um ernsthaft und glaubhaft behaupten zu können, ein „Experte“ zu sein. Vor allem, wenn jemand am Anfang steht und erst begonnen hat, sich selbst zu vermarkten, scheint es oft vermessen, sich auf den Sockel zu stellen und sich der Welt als (der große) Guru im Bereich XYZ zu präsentieren.

Dabei wird allerdings oft übersehen, dass es mehrere Wege der Positionierung als Experte gibt. Einige davon erfordern nicht, in der Sache selbst Experte zu sein, um der Welt seine Botschaften glaubhaft zu vermitteln.

Wenn Sie sich übrigens noch mit den Grundlagen zum Thema Positionierung beschäftigen wollen, empfehle ich Ihnen die Beiträge:

Ihr professionelles Rollenbild als Facette Ihres Selbst

Im Grunde geht es auch gar nicht um Ihre Positionierung als Experte, sondern darum eine Rolle – seine öffentliche Person – zu schaffen. Die Rolle ist eine, die zu einem passen muss. Eine, die man in der Außenwahrnehmung glaubwürdig verkörpern muss. „Aber Moment mal. Eine Rolle? Sollte ich nicht ich selbst sein?“ werden jetzt manche vielleicht denken.

Doch was ist das Selbst. Ist es nicht unser Kern, der sich in vielen Rollen nach außen zeigt? Sind wir nicht immer in einer von viele Rollen – als fürsorgende Eltern, als fleißiger Mitarbeiter, als netter Nachbar, als liebender Ehemann, als ehrgeiziger Hobbysportler. Besteht unser Leben letztlich nicht aus einer Ansammlung verschiedenster Rollen, in die wir schlüpfen?

Worum es hier also geht ist Ihr Repertoire an Rollen, um eine zu erweitern, mit der Sie sich beruflich nach außen präsentieren und sich der Öffentlichkeit als Experte zeigen. Eine weitere Facette Ihres Selbst, wenn Sie so wollen. Diese Rolle basiert auf der Frage, wie Sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden wollen.

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3 Rollenbilder für die Positionierung Ihrer Wahl

Aus den vielen Möglichkeiten an Rollen, die es gibt, möchte ich im Folgenden etwas näher auf drei davon eingehen, die sich für selbstständige Dienstleister besonders gut eignen (inspiriert durch Russell Brunson und sein Buch „Dotcom Secrets“.

Die Positionierung als Leader

Businessman superhero flies faster in the sky

Die erste, naheliegendste und vielleicht deshalb auch sehr weit verbreitete, ist die Positionierung als Leader. Ein Leader ist jemand, der weiß, wie es geht. Jemand der voranschreitet und allen anderen zuruft: „Mir nach! Hier geht es lang!“ Ein Leader, der diese Rolle gut ausfüllt ist auch jemand, dem Menschen folgen.

Letztlich werden Leader nicht dadurch zu Leadern, dass sie sich als solche bezeichnen, sondern dadurch, dass sie Follower haben.

Für diese Variante der Positionierung als Experte sind Sie dann geeignet, wenn Sie bereits eine hohe Expertise in Form von Fachwissen und Erfahrung haben. Oft geht damit auch ein gewisses Alter verbunden mit der entsprechenden Lebenserfahrung einher. Es eignet sich aus meiner Sicht auch nicht jeder Persönlichkeitstypus für die Positionierung als Leader.

Leader leben vor, was Sie predigen. In Perfektion. Ein Leader hat Chrisma. Er strotzt vor Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, ist bisweilen laut (aber oft auch auffallend ruhig), manchmal arrogant (ist bisweilen besonders emphatisch) und polarisiert meist stark. Demgemäß werden Leader auch oft angegriffen. Sie haben (viele) echte Fans und Follower, aber auch Kritiker und sogar Feinde. Leader zu sein, muss man aushalten können.

Typische und sehr bekannte Beispiele für die Positionierung als Leader sind:

Die Positionierung als Abenteurer

Confident strong businessman dealing with jungle dangers, holding a machete.

Ein Abenteurer ist neugierig und will Entdeckungen machen und zwar selbst. Statt wie der Leader, der den richtigen Weg bereits kennt und anderen sagt wo es lang geht, macht sich der Abenteurer auf die Reise und probiert selbst all das aus worüber er dann berichtet.

Er erhält dadurch eine hohe Glaubwürdigkeit. Und das funktioniert in allen möglich Tätigkeitsbereichen.

  • Jemand, der übergewichtig ist, testet Methoden abzunehmen an sich selbst bis er abnimmt.
  • Jemand, der sich zum Thema „Reisen in Asien“ als Experte positionieren will, bereist selbst alle asiatischen Länder.
  • Ein Lernspezialist, der kein Wort Spanisch spricht, entwickelt eine Methode, um eine Sprache in kürzester Zeit zu lernen im Selbstversuch.

Abenteurer sprechen bzw. schreiben über das, was sie selbst gerade erleben. Das können positive und negative Erfahrungen sein. Erfolge und Misserfolge. Alles ist verwendbar, weil es echt und authentisch ist. Abenteurern haftet oft etwas Waghalsiges an, bisweilen sogar etwas leicht Verrücktes. Sie gehen neue Wege. Sie trauen sich etwas. Etwas, das andere auch gerne tun würden, aber selbst nicht wagen. Dadurch machen Sie anderen Mut und werden charismatisch und anziehend wahrgenommen.

Die Positionierung als Abenteurer eignet sich für alle, die noch keine Expertise in einem Bereich haben, aber mutig sind und lernen wollen. Sie starten, mit den Lesern oder Zuhörern, gemeinsam. Wenn der Selbstversuch gelingt, wird aus dem Abenteurer oft ein Leader.

Ein typisches Beispiel für eine Positionierung als Abenteurer ist Tim Ferris, der mit seinem Buch „Die 4-Stunden Woche“ weltweit Furore gemacht hat. Er wird nicht müde immer wieder neue Gebiete in – manchmal verrückten – Selbstversuchen zu erforschen und darüber zu berichten (siehe auch „Der 4-Stunden Körper“ und „Der 4-Stunden-(Küchen-)Chef“).

Die Positionierung als Reporter

Lächelnde Frau mit Klemmbrett hält Mikrofon in die Kamera

Wie der Abenteurer braucht auch der Reporter kein Experte zu sein, um sich in einem bestimmten Thema eine Fangemeinde aufzubauen. Der Reporter berichtet über ein Thema, indem er Informationen zusammenträgt und diese „übersetzt“, neu verpackt, erklärt und auflistet. Ein Reporter interviewt typischerweise viele Experten (Leader oder Abenteurer), die in seinem Themenbereich bereits sehr erfolgreich sind.

Doch anders als der Abenteurer probiert der Reporter die Dinge nicht selbst aus. Er erlangt aber durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema selbst große Expertise.

Darüber hinaus färbt das Image und der Ruhm der Menschen, die er interviewt im Laufe der Zeit auf ihn selbst ab, sodass viele Reporter irgendwann selbst als Experten angesehen werden und es auch tatsächlich sind.

Menschen, die die Positionierung als Reporter wählen, können auch tatsächlich Reporter von Beruf sein (aber müssen es natürlich nicht). Ein typischer Vertreter dieser Art der Positionierung ist Napoleon Hill, dessen Buch „Denke nach und werde reich“ 1937 erschienen ist, aber bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

Umgeben Sie sich mit erfolgreichen Menschen! Erfolg färbt ab!

 

 

Napoleon Hill hat sich seine Expertise als Reporter angeeignet, indem er eine Unzahl von berühmten und erfolgreichen Menschen interviewte, um herauszufinden, was deren Erfolgsgeheimnisse waren.

Eine Frau mit riesiger Fangemeinde und extremem Bekanntheitsgrad, deren Positionierung auf der einer Reporterin beruht ist Oprah Winfrey – die US amerikanische Talkmasterin.

Wenn Sie sich noch intensiver damit beschäftigen wollen, wie Sie als Experte in der einen oder anderen Form erfolgreich werden können, so holen Sie sich Ihr gratis E-Book: Der Business Quantensprung – Als selbstständiger Dienstleister 6-stellig verdienen!

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Experte werden ist einfacher als die Meisten denken

Sie möchten von Beginn an als Experte und Leader in einem bestimmten Bereich auftreten? Dann habe ich eine gute Nachricht für Sie: Experte in einem bestimmten Thema zu werden ist trotz enorm gestiegener Informationsflut nicht schwierig. Ich behaupte, dass jeder, der das möchte, innerhalb von 6 Monaten in jedem Fachgebiet zu den Top 1% der Bevölkerung in einem beliebigen Land oder sogar weltweit gehören kann.

Jeder kann innerhalb von 6 Monaten in jedem Fachgebiet zu den Top 1 % gehören!

 

 

Ich weiß, das klingt arrogant und übertrieben. Ich will damit auch nicht die Expertise derer, die sich jahrelang intensiv mit einem Wissensgebiet beschäftigt haben schmälern. Aber lassen Sie uns eine kurze Rechnung anstellen.

Wann ist ein Experte ein Experte?

Nehmen wir einmal an es möchte jemand, der keine Ahnung vom Gärtnern hat, Experte im Bereich biologischer Obst- und Gemüseanbau werden. Und lassen Sie uns weiter annehmen, dass wir die Latte für die Bezeichnung Experte so legen, dass man sich mit gutem Gewissen als Experte bezeichnen darf, wenn man in dem Bereich mehr weiß bzw. auch kann als 99 % der Bevölkerung.

Das hieße in einem Land wie Österreich mit etwa 8,5 Mio. Einwohnern, dass man zu den besten 85.000 in diesem Themengebiet gehören müsste (in Deutschland wären das stolze 800.000). Und das wiederum scheint mir absolut möglich, wenn man sich ein paar Wochen oder Monate mit fast nichts anderem beschäftigt, als sein Wissen und seine Fähigkeiten hier aufzubauen. Und wenn Ihnen die Latte zu hoch liegt, dann setzen Sie diese eben auf 0,1 %. Selbst da sprechen wir noch von 80.000 Menschen in Deutschland. Aber, um sich seriöser Weise Experte nennen zu können, müssen Sie nicht zu den Top 5 oder 10 im Land gehören.

Und die Informationen, die Sie brauchen, um Experte zu werden, sind heutzutage rund um die Uhr und meist auch gratis online verfügbar. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie es wirklich wollen, denn nur dann werden Sie die nötige Energie und Zeit investieren.

Sie müssen nicht Erster, sondern nur einen Schritt voraus sein

Um vielen Ihrer Follower, Leser und Anhänger weiterhelfen zu können, müssen Sie weiter sein als diese, zumindest einen Schritt. Ich beobachte sogar immer wieder, dass der Ratschlag von jemandem, der etwas erst vor kurzem selbst bewältigt hat, viel hilfreicher sein kann, als der vom großen Guru, für den Ihr Problem möglicherweise nur mehr ein Problemchen ist und der gar nicht versteht warum Sie sich deshalb so einen Kopf machen bzw. was so schwierig daran sein soll.

Warum schreibe ich das? Um Ihnen Mut zu machen und das Selbstbewusstsein zu geben, das Sie brauchen, um der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass Sie Experte sind.

Für welche Positionierung als Experte entscheiden Sie sich?

Für welche Art der Positionierung Sie sich auch entscheiden mögen, wichtig ist, dass Sie sich diese vorab überlegen und diesen Weg dann gezielt und geplant beschreiten. Denn aus Ihrer Positionierung ergeben sich gewisse Strategien, die Sie verfolgen sollten und andere, die Sie eher vermeiden sollten. So passt eine Empfehlung eines Experten zwar perfekt zur Positionierung als Reporter, der Leader sollte sich allerdings genau überlegen, wen er in welcher Form empfiehlt, denn immerhin ist er ja selbst derjenige, der weiß, wo es lang geht … um nur ein Beispiel zu nennen.

Welche Positionierung haben Sie gewählt? Welche passt zu Ihnen? Welche Fragen haben Sie dazu?

Ich freue mich wie immer über Ihre Kommentare oder Fragen und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung.

Ihr

Keynote Speaker Roman Kmenta

Roman Kmenta

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Autor und Keynote Speaker

Referent, Vortragsredner Roman Kmenta

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner in international tätig. Er berät Unternehmen und Unternehmer zu den Themen Verkaufs- und Marketingstrategien für höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge.
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Fotos: www.fotolia.de, Roman Kmenta

8 Antworten
  1. Jessica sagt:

    Ein sehr interessanter Artikel! Ich habe mich wohl unbewusst als Reporter aufgestellt und bin mittlerweile – lege ich ihre Definition mit dem 1% zugrunde – wohl auch eine Expertin auf meinem Gebiet. Vielen Dank für diese theoretische Untermauerung und das Mut machen, sich selbst nicht kleiner zu machen als man es wohl ist. 🙂

    Antworten
  2. sandra sagt:

    Interessanter Artikel, danke für die tollen Informationen. Bin der Meinung der Erfolg haben will und sein Konzept gut überdacht hat, schafft es auch. Man muss aber viel Geduld haben und nicht alles auf die leichte Schulter nehmen und trotzdem an sich glauben. Und natürlich der Durchhaltevermögen.

    Gruß Sandra

    Antworten
    • Roman Kmenta
      Roman Kmenta sagt:

      Hallo Sandra,
      freut mich sehr, dass Dir der Beitrag gefällt. Und ja, menschliche Tugenden wie Glaube an sich selbst (ganz wichtig!!!), Geduld und Durchhaltevermögen sind extrem wichtige Faktoren für den Erfolg!
      Grüße
      Roman

      Antworten

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