Zeit sparen für persönliche Sternstunden

Gastbeitrag von Barbara Schröder, Begründerin der ZEITBlüte

Das Thema Zeitsparen ist kein wirklich neues Thema, doch ist es deshalb überflüssig, ausgeschöpft oder gar überbewertet? In meinen Augen ist richtiges Zeitmanagement zeitgenössisch und dabei zeitsparend, also bin ich davon überzeugt: Zeit sparen bringts.

Zeitblüte - Photo by noor Younis on Unsplash

Zeitwerte

Kaum jemand wird morgens vor dem Spiegel stehen und seine Zeitersparnis für die nächsten Stunden durchgehen oder gar berechnen. So wird wohl kaum berechnet werden, welche Tätigkeit welchem Wert unterstellt ist und wie exklusiv die Zeit zwischen 10:38 Uhr und 11:54 Uhr ist.

Wie exklusiv ist Zeit, wenn andere sie verplanen und besetzen?

Zeitersparnis im Alltag. Welche Zeit vermindert dramatisch die positive Dynamik eines ganzen Tages?  Wie attraktiv ist eine Zeit, wenn sich die tiefe Zufriedenheit nach einem sehr guten Geschäftsabschluss einstellt?

Zeit – zu viel, zu wenig, verloren, gewonnen. Zeit ist vieles – aber keine zufällige Komponente oder gar Schicksal.

Was mache ich also mit der fluiden Zeit? Oder, um auf die Überschrift zurück zu kommen: Wie kann ich Zeit einsparen? Macht „Zeit sparen“ Sinn und wie funktioniert Zeit und Selbstmanagement?

Zeitersparnis – Konfrontation mit sich selbst

Ich behaupte, Zeit sparen geht. Zeit einsparen ist wichtig. Hinschauen. Hinhören. Überprüfen. Testen. 24/7 Zeit – 52 Wochen im Jahr eine Chance für Sternstunden!

Die immer wiederkehrende Frage „Zeit sparen – wie soll ich das denn machen“ konfrontiert uns mit uns selbst. Hochgezogene Augenbrauen signalisieren Misstrauen, mindestens Ungläubigkeit, aber auch eine Grenze: niemand will sich in die eigene Zeit-Suppe spucken lassen.

Das ist ein Tabu, eine Kompetenzverletzung. Ebenfalls wiederkehrende Antworten, für die Idee, Zeit einsparen zu können, lauten: „Sie haben ja keine Ahnung, was hier los ist“, oder „Dafür habe ich jetzt wirklich keine Zeit“, beliebt ist auch die Antwort: „Sie würden sich wundern, wieviel Zeit mich das kostet“.

Top-3-Zeit sparen-Sätze

  1. „…und woher soll ich jetzt noch die Zeit nehmen?“
  2. „Früher hatten wir dafür mehr Zeit“
  3. „Ich kann gar nicht sagen, wieviel Zeit ich da schon reingesteckt habe“

Ich bin mit Menschen im Gespräch, die auf ihre Weise ihrer Zeit hinterherlaufen. Das Ziel: Zeit neu zu betrachten und als ein persönliches, wertvolles und begrenztes Gut zu sehen und schätzen zu lernen.

Es ist beeindruckend, wenn Menschen ein Bewusstsein entwickeln und hautnah erfahren, dass Zeit sparen zur Sinnfindung beiträgt. Zeit einsparen führt zum Wesentlichen. Zeitersparnis bringt Leichtigkeit und Orientierung. Ich habe einige Erlebnisse zum Projekt „Zeit sparen Alltag“ zusammengetragen.

Zeit einsetzen = Zeit sparen

Ein immer grösser werdender Betrieb muss effizienter organisiert werden. Ein teures Software-Programm wird installiert. Die Monate vergehen. Es ist nichts besser, übersichtlicher, schneller geworden. Das Team ist unzufrieden, „das Programm bringt nichts, hier wurde Geld zum Fenster rausgeschmissen.“

Das tatsächliche Problem? Software allein genügt nicht. Es mangelt an Methoden zum Zeitmanagement.

Die Mitarbeitenden kennen das neue Programm viel zu wenig. Sie haben so viel zu tun, es gibt keine Zeit für Support, für konkrete Fragen und Antworten, und keine Zeit, den Schwierigkeiten auf den Grund zu gehen. Zeit, an den richtigen Stellen gespart, würde hier Zufriedenheit und Erfolg bringen.

Schöne Zeit

Eine Vorstandsekretärin ist extrem sorgfältig und auch auffallend gekleidet. Ihr Auftritt ist ziemlich einschüchternd, weil er fast schon zu perfekt ist. In der Begegnung mit ihr steckt immer eine große Distanz, eine eigenartige Kühle, eine Anspannung. Es bleibt ein enges, irritierendes Gefühl, ein bisschen Drama zurück.

Ihr Tag beginnt mit der großen Herausforderung, absolut perfekt, makellos, aus einem Guss zu erscheinen. Die Wahl der Kleidung ist für sie kaum zu bewältigen, dazu müssen dann auch alle anderen Accessoires plus Make-up passen. Mit dieser Morgen-Routine hat sie enormes Stresspotential und sie verbraucht etwa 3 Stunden dafür. Kein Zeichen von Zeitersparnis.

Hohes Stresslevel mit Zeit-Dilemma

Eine Wirtschaftstreuhand- und Steuerberatungskanzlei beschäftigt in einem sehr großzügigen, schicken, modernen Büro neun Mitarbeiterinnen im Backoffice. Eine der Damen arbeitet zusätzlich am Counter, empfängt Klientinnen und Klienten, bedient Getränke in den Besprechungszimmern. Dieser Arbeitsplatz liegt ideal auf dem Weg zu Toilette, Küche und Aufenthaltsraum. Zeitersparnis? Stress! Die vielen Aufgaben und die vielen Ablenkungen machen sie fix und fertig. Sie macht Überstunden und mittlerweile haben sich sechs Monate Urlaub angesammelt.

Alle Zeit der Welt

In einer großen Ordination ist ein ständiges Kommen und Gehen. Der Wartebereich ist meistens überfüllt. Kleinere Operationen werden direkt vor Ort ausgeführt. Die beiden Fachärzte sind zudem Belegärzte in einem Krankenhaus. Die Assistentinnen sind Fachkräfte und natürlich erste Ansprechpartnerinnen für die Patientinnen und Patienten. Sie erledigen zwischenzeitlich Besorgungen aller Art und sind immer wieder „schnell mal 5 Minuten weg“.

Zeit – Macht der Gewohnheit

Ein Unternehmen schwört auf die Kraft von Meetings. Bereits der Montagmorgen startet mit einer Besprechung, täglich werden weitere folgen. Das Miteinander, die Offenheit, die Transparenz, die Kommunikation, die flache Hierarchie sind kulturelle Unternehmenswerte, die gepflegt werden.

Nach Einschätzung Vieler sind diese täglichen Treffen übertrieben. Sie sind oft nicht gut vorbereitet, schlecht strukturiert und dauern dadurch zu lange. Diese Zeit wird denn auch als belastend und nicht wirklich zielführend angesehen. Kurz: Es mangelt an Zeitmanagement Methoden.

Zeit – Zoff

Ein kleines Unternehmen von vier Personen: Sie bearbeiten Teile von Präzisionsmaschinen, was viel Erfahrung und Gefühl braucht. Es ist eine hochkonzentrierte Arbeit. Die Auftragslage ist sehr gut. An vielen Tagen werden ein bis zwei Stunden Überstunden angesammelt.

Es ist auch eine Arbeit, die schmutzig macht, es ist laut. Die kurzen Pausen werden in einer Mini-Küche verbracht, es wird „auf die Schnelle was gegessen.“ Die Halle liegt abseits von Praxen, Geschäften und Restaurants. Es bleibt keine Zeit, die Energie ist sowieso dahin, um noch persönliche Erledigungen zu machen.

Zeitersparnis im Alltag?

Zeitkiller-Beispiele, die beispielhaft sind und unterschiedlicher nicht sein könnten.

Zeit sparen? Wie soll das gehen? Wer soll das machen? Wo bleibt Zeit, Zeit zu sparen. Wo sind die Zeit Management Tipps, die uns Zeitersparnis im Alltag bringen?

Katzenbilder im Internet, Surfen in den sozialen Medien, Push-up Töne: Das sind die Faktoren, die das Leben zerteilen.

Worum geht es konkret beim Thema Zeitsparen

Es sind viele teure Stunden mit fehlenden Anwendungs-Kenntnissen, der nicht enden wollende Smalltalk auf dem Weg zur Toilette, überflüssig lange Meetings, ein Perfektionszwang, der lähmt. Es ist die Fachkraft, die nicht an ihrem Arbeitsplatz bleiben kann und die Mitarbeiterin, die am falschen Platz arbeitet. Zeit einsparen: Fehlanzeige.

Keine Zeit fürs Zeit sparen?

Fatal. Zeitfresser machen schlapp, unzufrieden, nervös. Sie schlagen aufs Gemüt, sie sind eine Last und führen zu physischen und psychischen Beschwerden. Wer ständig gestört, von inneren Zwängen geführt wird, nicht in den Rhythmus kommt, keine Zeit für Erholung, gutes Essen hat und nicht dort zum Einsatz kommt, wo es für ihn ideal wäre, dem fehlen auf Dauer Motivation, ein Gefühl für sich selbst und das, was er oder sie tut. Dramatisch ausgedrückt – es fehlt die Daseinsfreude. Wer keinen Flow erlebt, spürt irgendwann bösartigen Frust.

Zeitersparnis für Lebenszugewinn

Zeit sparen ist großartig! Es ist eine kreative, detektivische Arbeit, die so viel bringt!

Zeit ist so kostbar, so unwiederbringlich, so begrenzt. „Zeit sparen“ ist Aufgabe und Kunst. Wer Zeit sinnvoll spart, wird immer gewinnen. Sparen Sie Zeit – und Sie werden Sternstunden mit Abenteuerflair erleben.

Barbara Schröder

Barbara Schröder

Begründerin ZEITBLÜTE, Beraterin für Sexualpädagogik, Lebens-und Sozialberatung, Gender & Diversity

info@zeitbluete.com
https://www.zeitbluete.com/

Als Mensch, Frau und Coach arbeite ich zu den Themen Zeit, Umgang mit Hindernissen, Neubewertung der Vergangenheit, Aufbau eines neuen Selbstbildes, Loslassen lernen - Entwicklung/Unterstützung eines dynamischen Selbstbildes Neue Lebens-Zeit-Konzepte entwickeln, Stil & Präsenz, Vitalität.

Mein Unternehmen ZEITBlüte ist ein sehr persönlicher Kurierdienst in der Region Dornbirn, Vorarlberg

Autor, Berater und Keynote Speaker

Mag. Roman Kmenta - Keynote Speaker, Autor, Trainer und Berater

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international tätig. Er berät Unternehmen und Unternehmer zu den Themen Verkaufs- und Marketingstrategien für höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge. Roman Kmenta folgen auf Facebook, Twitter, XING, Google+, LinkedIn Fotos: pexels.com, Roman Kmenta

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