Roman Kmenta - Keynote Speaker - Redner - Vortragender

Warum ein guter Redner oder Vortragender jeden Cent wert ist

Wir Keynote Speaker, Referenten und Redner – und da es mich unmittelbar betrifft, wird es diesmal ein sehr persönlicher Beitrag – wir sprechen auf Events, Messen, Tagungen, Kongressen, Kick Offs, Kundenveranstaltungen, Verbandstreffen, Vertriebsmeetings, Management Klausuren, Sommerakademien. B2B und B2C. Wo immer Mitarbeiter, Kunden, Führungskräfte, Teilnehmer, Händler, Vertriebspartner, Lieferanten, Besucher, Gäste oder Zuhörer mit einer kurzweiligen und inspirierenden Rede oder einem Impulsvortrag informiert, unterhalten, motiviert und begeistert werden sollen, kommen wir Referenten und Vortragenden zum Einsatz.
Und gerade, was mein Spezialgebiet – das Erzielen höherer Preise, Honorare und Deckungsbeiträge in Marketing und Verkauf angeht – ist das professionelle Halten von Keynotes, Vorträgen, Reden und Impulsreferaten eine sehr spezielle Branche. Warum?

400.000 € und mehr für einen Vortrag

Die Antwort lautet: Weil es eine Dienstleistung ist für die – für scheinbar ganz wenig Arbeit (nämlich 30 – 60 Minuten Keynote oder Vortrag) – enorme Preise verlangt werden. Die internationalen Spitzengagen liegen zur Zeit bei ca. € 400.000. Ok, dafür kriegt man dann aber auch Bill Clinton, Richard Branson oder Barack Obama. Donald Trump stand hat lange vor seiner Präsidentschaft 1,5  Millionen $ für einen Vortrag verlangt und erhalten. Aber abgesehen von Referenten mit einem so extremen VIP Status, lassen Sie uns betrachten wieviel „normale Redner und Keynote Speaker“ so verdienen. Seriöse Profi Redner und Referenten kann man ab € 3.000 buchen, die hochpreisigsten Keynote Speaker in Deutschland, Österreich und der Schweiz verlangen jenseits der € 10.000 und dazwischen finden die meisten professionellen Redner, Referenten und Vortragenden ihre Preispositionierung.

LIVE-Video Vortrag

Vortrag Nicht um jeden Preis - Keynote Speaker und Redner Roman Kmenta - Roman Kmenta Vortragsredner und Keynote Speaker

Sie brauchen einen Redner oder Keynote Speaker für Ihr nächstes Event?

Wenn es darum geht auf Ihrer nächsten Veranstaltung Impulse zu setzen, aufzurütteln und Botschaften zu vermitteln freue ich mich, wenn Sie mein Büro kontaktieren. Mit meinem Vortrag „Nicht um jeden Preis – Ein Plädoyer für das Wertvolle in Zeiten des Billigen“ unterstütze ich Unternehmen, Unternehmer, Verkäufer, Marketer und Führungskräfte dabei über die Themen Preise, Aktionen und Wettbewerb ganz neu nachzudenken. So gesehen einer der „profitabelsten“ Vorträge, die Sie in Ihrem Programm haben können – wie Auftraggeber meinen … lesen Sie hier.

Profi Redner vs. Promi Redner

Natürlich muss man die Promi Redner und Keynote Speaker – oft Ex-Politiker, Spitzensportler oder Showstars von denjenigen Rednern und Vortragenden unterscheiden, die das Halten von Reden, Vorträgen und Keynotes professionell als Ihr Geschäft betreiben. Im Promi-Bereich sind die Gagen natürlich höher, bisweilen exzessiv hoch, wie in diesen Beiträgen zu lesen ist.

4.000 € für 60 Minuten Vortrag! – Ist das nicht unverschämt?

Was für Kunden manchmal schwer verständlich ist – vor allem für Auftraggeber, die nur ganz selten bzw. sogar das erste Mal einen Keynote Speaker oder Vortragenden für eine Rede oder einen Impulsvortrag anfragen – ist, dass jemand z.B. fast „unverschämte“ € 4.000 für eine Stunde Vortrag verlangt (das ist in etwa der Preisbereich in dem Top Redner beginnen). Das ist für die Masse der arbeitenden Bevölkerung bereits ein sehr anständiges Monatsgehalt. Und das soll jemand für eine einzige Rede oder gar für eine 30 Minuten Keynote erhalten? Das erscheint, verständlicher Weise, vielen als sehr hoch.

1 Stunde Vortrag ist nur die Spitze des Eisbergs

Doch was viele nicht wissen (können), nicht bedenken oder sich noch nie bewusst gemacht haben ist, dass der Großteil der Arbeit eines professionellen Redners nicht der Vortrag ist, sondern all das was vor einem Impulsvortrag bzw. manchmal auch nach gehaltener Rede notwendiger Weise gemacht werden muss, damit die Keynote bzw.das Event zum vollen Erfolg wird und die Teilnehmer noch lange danach daran denken und darüber sprechen.

Die individuelle Vorbereitung eines Impulsvortrages und einer Keynote

Um eine Rede, einen Vortrag für eine Veranstaltung vorzubereiten – und da spreche ich nicht davon eine ganz neue zu entwickeln, sondern die bestehende passgenau zu machen, sodass sich die Teilnehmer in Ihrer Welt abgeholt fühlen und der Veranstalter ggfs. seine Botschaft auch kommuniziert bekommt – braucht es folgendes (beispielhafte Erfahrungswerte):

  • Kommunikation mit dem Auftraggeber bei der Anfrage für einen Vortrag (15 Min.)
  • Ausarbeitung und Versand eines individuellen Vortragsangebotes (30 Min.)
  • Nachfass- bzw. Abschlusstelefonat mit Auftraggeber bzw. dem Veranstalter des Events (15 Min.)
  • Telefonisches Briefing Gespräch zur Abstimmung der Inhalte und Botschaften für den Vortrag (30 Min.)
  • Konzeption und Inszenierung (inkl. Recherche, grafische Umsetzung etc.) der Rede bzw. der Keynote (8 Stunden)
  • Proben der Rede / des Vortrages (3 Stunden)
  • Reisebuchung für die An- und Abreise des Redners (1 Stunde)
  • Anreise des Vortragenden zum Ort der Veranstaltung (inkl. Transferzeiten) (3 – 8 Stunden)
  • Vorbereitung der Rede am Ort des Events (1 Stunde)
  • Keynote, Vortrag bzw. Rede halten (1 Stunde)
  • Nachbereiten des Vortrages am Veranstaltungsort (Autogrammstunde, Gespräche mit Teilnehmern etc.) (1 Stunde)
  • Rückreise des Keynote Speakers / Referenten vom Event (3 – 8 Stunden)
  • Nachbereitung im Büro des Referenten (versprochene Materialien versenden, Rechnung schreiben etc.) (1 Stunde)

In Summe ergibt das mindestens stolze 22 Stunden Zeitinvestment für den Redner bzw. Keynote Speaker (1,5 Stunden habe ich wieder abgezogen, denn ein paar Dinge macht die Assistentin des Redners)! Natürlich gibt es Aufträge, die für einen erfahrenen Keynote Speaker nicht so viel Zeit beanspruchen, aber es gibt definitiv auch welche, bei denen die Angaben in dieser Liste im Vergleich zum tatsächlichen Zeitaufwand für den Redner stark untertrieben sind.

Wenn man jetzt die € 4.000 Auftrittshonorar durch die 22 Stunden dividiert kommt man auf € 181 – ein vernünftiger und keineswegs übertriebener Satz für einen erfahrenen, professionellen Redner würde ich meinen. Eine KfZ Spenglerstunde in einer Markenwerkstatt kommt heute auch schon auf € 150 und mehr.

Für alle Dienstleister … vertiefende Ideen zum Thema Honorarkalkulation finden Sie im Beitrag „Profitable Honorarberechnung für Dienstleister“.

Damit ein Redner einen Vortrag halten kann …

braucht es noch sehr viel mehr. Dabei handelt es sich um Vorab-Aufwände, die nicht einem einzelnen Vortrag bzw. einer einzelnen Veranstaltung zugerechnet werden können. Einerseits sind es Aufwände, die den Redner als Person betreffen (Ausbildung etc.), andererseits aber auch die Tatsache, dass ein Referent auch Unternehmer ist und ein Büro und Mitarbeiter hat, Marketing und Produktentwicklung betreiben muss, Sozialversicherung bezahlen muss und letztlich auch Gewinn erzielen will, denn man muss ja auch von etwas leben. Kostenrechnungstechnisch könnten man von „Fixkosten“ (bzw. fixem Zeitaufwand) sprechen, die aber natürlich auch irgendwie abgedeckt werden müssen.

  • Langjährige Ausbildung in Spezialseminaren, Universitäten, Fachhochschulen oder Einzelcoachings
  • Jährliche, laufende Weiterbildung, um am aktuellen Stand in seinem Fachgebiet zu bleiben (2 Wochen)
  • Langjährige, spezifische Berufserfahrung (bei mir z.B. in Verkauf, Marketing und Führung)
  • Ein funktionierendes Redner Büro
  • Einen Firmenwagen
  • Ein bis mehrere Mitarbeiter
  • Diverse Dienstleister (Steuerberater etc.) wie jeder Unternehmer
  • Laufende Marketingmaßnahmen
  • Vertriebsaktivitäten und Kundengespräche
  • Erstentwicklung eines Vortrages (geschätzt 2 Wochen für 1 Stunde – manche Redner sagen noch sehr viel mehr)
  • Und last but not least: sehr viel Lebenserfahrung … unkalkulierbar und unbezahlbar 😉

Das genau zu kalkulieren überlasse ich gerne jemandem, der Freude daran findet ;-). Aus der Betrachtung dieser Liste wird aber auch so sehr rasch klar, dass 1 Stunde Vortrag wirklich nur das letztes Zipfelchen des Eisberges ist. Dabei sollen diese Auflistungen nur das Verständnis für die Hintergründe der Arbeit eines Redners und Vortragenden erhöhen, Begründung oder gar Rechtfertigung für die Höhe des Honorars des Referenten ist es keine wie Sie gleich lesen werden.

Ein guter Keynote Speaker und Redner – Vielleicht hochpreisig, aber immer unbezahlbar!

Was investiert der Auftraggeber wirklich in eine Keynote?

„€ 4.000 pro Vortrag!“ … könnte man jetzt natürlich rasch antworten, plus etwaiger Reisespesen. Stimmt, aber das kann man auch differenzierter betrachten. Wenn wir mal annehmen, dass 400 Kongressteilnehmer im Saal sitzen, dann bedeutet das eine Investition von € 10 pro Teilnehmer. Letzens habe ich für ein Kinoticket 16 € bezahlt. Über den Wert einer Rede bzw. eines Redners für muss jeder im Einzelfall selbst entscheiden.

Und wie profitieren die Kunden von einem gelungenen Vortrag?

Doch letztlich sind all diese Faktoren wie Kosten und Aufwände seitens des Redners und auch die Investition pro Teilnehmer vollkommen irrelevant. Warum? Letztlich ist die einzig entscheidende Frage „Wie hoch ist der Wert des Keynote Speakers bzw. seiner Rede für das Event und die Teilnehmer?“ Denn, es gibt bekanntlich nichts was zu teuer ist, sondern nur Dinge und Leistungen, die zu wenig wert sind.

Information allein ist zu wenig. Ein Top Redner hat eine Botschaft!

Was erhält der Auftraggeber und Veranstalter also von einem guten Redner und Keynote Speaker?

  • Einen interessanten, mitreißenden, informativen und kurzweiligen Vortrag
  • Ein Highlight für das Programm der Veranstaltung
  • Impulse für die Teilnehmer am Event
  • Eine Aufwertung der Veranstaltung
  • Lachende Gesichter … wenn ein humorvoller Vortrag angesagt ist
  • Eine angeregte Atmosphäre während der Rede und danach
  • Begeisterte Gäste, Kunden und Teilnehmer
  • Einen Langzeiteffekt dadurch, dass auch lang danach noch darüber gesprochen wird
  • Nachhaltigkeit durch Umsetzung von Impulsen aus dem Vortrag
  • Eine Aufwertung seines eigenen Images
  • Motivierte Mitarbeiter
  • Inspirierte Führungskräfte
  • … und genauer betrachtet wahrscheinlich noch sehr viel mehr

Und all das ist schwer zu bewerten, aber oft unbezahlbar!

Roman Kmenta - Business Coach - Positionierung für berater, Trainer und Coaches

Interessiert als Redner oder Keynote Speaker tätig zu werden?

Reden zu halten und als Vortragender tätig zu sein ist nicht nur etwas für professionelle Keynote Speaker. Es ist auch ein hervorragendes Marketing-Instrument für Unternehmer aller Art wie Sie im Beitrag „Der Vortrag als Power-Tool für Ihr Marketing“ nachlesen können. Durch Reden und Vorträge positionieren Sie sich als Experte und steigern so Ihre Glaubwürdigkeit und Ihren Bekanntheitsgrad … was immer Sie verkaufen. Wenn Sie also interessiert sind, Vorträge dafür zu nutzen Ihr Business voranzubringen oder auch als Profi Redner oder Keynote Speaker tätig zu werden, dann finden Sie hier Informationen zu dem Kurs „Ein Business, das läuft“ wo es unter anderem genau darum geht. Holen Sie sich diese jetzt.

Ich freue mich über Kommentare von Redner Kolleginnen und Kollegen und solchen, die es noch werden wollen, von Veranstaltern und Auftraggebern und allen, die das Thema Vorträge und Reden als Marketing Instrument interessiert … gleich hier auf meinem Blog oder auch auf Facebook.

Ihr

Keynote Speaker Roman Kmenta

Roman Kmenta

PS: Die profitablesten Tipps für Ihr Business finden Sie im kostenlosen „Quantensprung Magazin“. Registrieren Sie sich jetzt.

Unternehmer, Autor und Keynote Speaker

Referent, Vortragsredner Roman Kmenta

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international, vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Er berät Unternehmen und coacht Unternehmer – B2B und B2C – im Bereich Verkauf und Marketing und unterstützt sie dabei höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge zu erzielen.
Roman Kmenta folgen auf Facebook, Twitter, XING, Google+, LinkedIn

Foto: Roman Kmenta

12 Kommentare
  1. Robert says:

    Alle Erklärungen, wieviel Zeit investiert wird, sind Makulatur. Wenn jemand das nicht verstehen will, will er es nicht verstehen. Den besten Vergleich hat ein mir bekannter Redner gehalten.
    Auf die Frage, warum er so teuer sei, wenn er doch „immer denselben Vortrag halte“ hat er nur gemeint: „Buchen Sie mal Bruce Springsteen oder Madonna. Die singen auch immer die selben Lieder und werden dennoch nicht billiger.“

    Antworten
  2. Test User says:

    Ja, ein guter Vortrag kann viel wert sein, wenn er wirklich gut ist. Doch was ist gut? Den ökonomischen Wert zu ermitteln ist genauso schwierig, wie bei allen anderen Marketinginvestitionen in Social Media oder sonstige Kampagnen. Vieles beruht auf Annahmen und Hoffnungen.

    Bringen wir es dochmal auf den Punkt: Ein Vortrag besteht aus einer kleinen Botschaft, von der idealerweise die meisten Zuschauer betroffen sind. Der Rest ist Schauspielkunst. Die Wahrnehmung einer Botschaft hängt zu 93% von der Körpersprache und dem eigenen sprachlichen Ausdruck ab und nur zu 7 % vom Inhalt. (In der Literatur von Albert Mehrabian finden sich dazu reichlich Information aus wissenschaftlichen Untersuchungen).

    Ein Vortrag soll einzig und allein Emotionen erzeugen, denn Menschen handeln zu eben diesem oben genannten Anteil aus der Emotion heraus, nicht aus der Ratio. Letztere prüft lediglich, ob man vom Thema betroffen ist, oder nicht.

    Es kommt also allein auf die Wirkung an. Je nach dem, was damit erreicht werden soll, kann ein Vortrag viel, ja sogar sehr viel wert sein.

    Deswegen, lieber Herr Kmenta, ist es geradezu lächerlich, eine Kalkulation des Aufwands für die Akquise- und Vorbereitungsmaßnahmen eines Vortrags erstellen zu wollen und daraus einen Stundensatz abzuleiten, um einen in welcher Höhe auch immer festgelegten Preis zu rechtfertigen. Jeder Verkäufer, der Kunden besucht und dort sich, seine Firma und deren Produkte (re-)präsentiert, betreibt mindestens den gleichen Aufwand, wenn nicht noch mehr. Jedoch bekommt er nicht selten als Monatsgehalt, was im Artikel beispielhaft als Vortragshonorar genannt wurde. Der Unterschied ist, dass sein ökonomischer Beitrag und der ROI seines Schaffens unzweifelhaft errechnet werden kann, nämlich an seinen produzierten Kosten und am erreichten Umsatz. Es ist also verständlich, dass Vortragshonorare ab einer bestimmten Höhe sehr fragwürdig erscheinen, oder nicht?

    Antworten
    • Roman Kmenta
      Roman Kmenta says:

      Lieber Test User (?),
      ich stimme Ihren Ausführungen weitgehend zu und habe ein paar Ergänzungen dazu.
      Die stundenweise Betrachtung ist, wenn vielleicht nicht für jeden Auftraggeber, dann doch für den Vortragenden selbst oft eine sehr spannende und hilft seinen Preis „stehen“ zu können. Auch dem Kunden gegenüber – das haben mir Kollegen bestätigt – hilft diese Betrachtungsweise immer wieder. Und wenn Sie das als „lächerlich“ betrachten, dann ist es wenigst sehr „hilfreich lächerlich“ 😉

      Über das was sozial gesehen gerecht oder nicht gerecht sein mag an Verdienst lässt sich vortrefflich diskutieren. Ein Vortragender ist nun mal auch ein Unternehmer und trägt so gesehen auch ein ganz anderes Risiko als ein angestellter Verkäufer. Es gibt ja auch Unternehmer in anderen Bereichen, die u.U. viel mehr verdienen als die meisten Vortragenden. Und wenn man die Spitzenvortragsgagen betrachtet (und da sprechen wir von weniger als 5 % der Vortragenden) sollten diese absolut „fragwürdig“ sein. Man sollte sich als Veranstalter nämlich fragen ob der Nutzen den Preis aufwiegt. Und das kann manchmal selbst bei Gagen wie Richard Branson und Co. Sinn machen. Die Entscheidung trifft ohnehin der Auftraggeber im Einzelfall.

      Was bleibt – und deshalb habe ich den Beitrag verfasst – ist, dass man bei Vorträgen eben nicht nur die 1 Stunde vorne stehen betrachten darf, sondern, dass sehr viel mehr dahinter steckt. Und das lässt sich bei aller kritischer Betrachtungsweise nicht bestreiten 😉

      Antworten
  3. Kurt Steindl says:

    Lieber Roman,

    ich finde den Artikel sehr gut. Natürlich werden Veranstalter nicht auf die Arbeit im Hintergrund achten. Da könnte man übrigens auch noch die Kosten und den Zeitaufwand für Artikel schreiben, Website, soziale Netzwerke und so fort zusätzlich anführen. Ich war ja früher Musiker und da hatten wir ein ähnliches Problem. Die Veranstalter sahen die Investitionen in die Instrumente und Soundanlage und vor allem die vielen Proben, bis wir auf die Bühne kommen, nicht. Aber wir machten es aus Freude an der Sache und so sehe ich es auch heute als Redner. Dass ich dafür auch noch gut bezahlt werde ist ein schöner Bonus 😉

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  4. Lita Haagen says:

    Als Produzenten von Musical Dinner Shows machen wir die selbe Erfahrung.
    Unsere Künstler sind akademisch ausgebildet und bilden sich kontinuierlich fort.
    Sowohl wir als auch die Künstler sind Unternehmer.
    Das Programm wird auf den einzelnen Auftritt angepasst und teils neu geschrieben.
    Da hierbei nicht nur auf die Dramaturgie der Show und die Auswahl der Songs, sondern auch auf die aufführungstechnische Machbarkeit bezüglich der blitzschnellen Kostümwechsel geachtet werden muss, ist das ein erheblicher Aufwand.
    Die Künstler üben mehrere Stunden täglich für sich und proben gemeinsam speziell für den Auftritt, wofür sie teils lange Strecken fahren.
    Hinzu kommt die Anschaffung und Reinigung der Kostüme und die Veranstaltungstechnik.
    Außerdem besichtigen wir vor Vertragsabschluss die Location, weil die Show auf die Räumlichkeit abgestimmt wird.
    Ich finde es unverzichtbar, sich darüber klar zu sein, welchen Aufwand man selbst und sein Team betreibt, um die angebotene Qualität zu liefern.
    Dass unsere Auftritte zwei Stunden dauern statt einer, fällt dabei kaum ins Gewicht.
    Manche Veranstalter erwarten eine Preisreduzierung um fast die Hälfte, wenn sie nur eine Stunde Show buchen.
    Es hilft in solchen Situationen, den Auftraggebern vor Augen zu führen, dass die Aufführung selbst nur den geringsten Teil der Arbeit ausmacht.

    Wird der Nutzen, den der Veranstalter von dem Auftritt eines Keynote Speakers oder einer Showgruppe hat, gegen den Aufwand der Aufführenden gegengerechnet?
    Oder sagt sich der Veranstalter, ich bekomme diese und jene Vorteile, das ist mir die Summe x Wert, und wie hoch Dein Aufwand ist, ist Deine Sache?
    Wie geht der Psychomathematiker vor, Herr Kmenta?

    Mit vielen musikalischen Grüßen aus Bad Driburg,
    Lita Haagen

    Antworten
    • Roman Kmenta
      Roman Kmenta says:

      Hallo Frau Haagen,

      meine Erfahrungen damit sind die, dass dem Veranstalter der Aufwand des Künstlers/Vortragenden nicht bewußt bzw. auch egal ist. Das führt dazu, dass es bei großen Veranstaltungen egal ist ob ein einzelner Künstler / Vortragender 4.000 € / 5.000 € oder 6.000 € kostet, wenn die gesamte Veranstaltung 100.000 € kostet. D.h. psychomathematisch betrachtet wird immer das Verhältnis herangezogen und nicht sosehr der absolute Wert. Ich habe von Kollegen gehört, die pro Teilnehmer der Veranstaltung verrechnen (mit einer Untergrenze).
      Man könnte natürlich auch haarklein alle Vorarbeiten auflisten und diese Liste dem Angebot beilegen, um es offensichtlicher zu machen wieviel dahintersteckt. Ein Kollege hat mir letztens auch erzählt, dass er fallweise statt z.B. 4.000 € für den Vortrag 2.000 € für 1 Tag Vorbereitung und 2.000 € für den Vortrag verrechnet … ganz nach dem Motto: Was nichts kostet ist nichts wert 😉
      Herzliche Grüße aus dem ebenso musikalischen Österreich 😉
      Roman Kmenta

      Antworten
  5. Dorothee Eisenlohr says:

    Lieber Herr Kmenta,
    diese Betrachtungsweise ist sehr wichtig! Ich bin gerade dabei, mich als Trainerin und Coach selbständig zu machen, und wenn ich mal aufsummiere, wieviel ich bisher in meine Ausbildung, in Selbsterfahrung und was weiß ich noch alles investiert habe, dann sind „60 Euro für 60 Minuten inkl. Mehrwertsteuer“ einfach zu wenig.
    Als einer Person, die ziemlich idealistische Motive hat, fiel mir diese Erkenntnis zwar zuerst schwer, aber… sie ist angemessen.
    Danke für Ihre interessanten Artikel!
    Viele Grüße
    Dorothee Eisenlohr

    Antworten
    • Roman Kmenta
      Roman Kmenta says:

      Liebe Frau Eisenlohr,
      ich freue mich sehr, wenn ich zum Denken anregen und Ideen liefern konnte … und noch mehr, wenn Sie für Ihre Leistung „ordentlich“ bezahlt werden!
      Viel Erfolg
      Roman Kmenta

      Antworten
  6. Steven Mc Auley says:

    Hallo zusammen,

    interessantes Thema, jedoch fehlt mir ein Aspekt. Der in diesem Zitat gut zum Ausdruck kommt:
    CFO asks CEO: „What happens if we invest in developing our people & then they leave us?“
    CEO: „What happens if we don’t, and they stay?“

    Was ist die Alternative zu einem professionellen Keynote Speaker/ einem Experten?
    Wie „teuer“ ist die Alternative? Nur unter Anbetracht der besten Alternative sollte man diese Art Entscheidungen treffen oder?

    Die Alternative ist ein bemühter Laie (intern oder extern). In der Regel spricht dieser vor 5-500 Menschen (Mitarbeitern, Kunden, etc.). Die Zuhörer können/ sollten in dieser Zeit nicht ihrer ursprünglichen Arbeit nachgehen. Nicht selten sitzen Führungskräfte der ersten und zweiten Etage in diesen Events. Das die höchste Investition in ein Event. Nicht der Speaker, nicht der Saal und auch nicht die Verpflegung. Die Aufwände für „nicht erledigte Arbeit“ der Zuhörer sind nicht einfach verfügbar und abrufbar, deshalb werden sie oft mißachtet und als „ehda-Kosten“ bezeichnet, weil die Leute sind ja eh da. Was natürlich Quatsch ist. Stellt man jetzt einen Laien auf die Bühne und die Zuhörer gehen danach ohne neuen Wert nach Hause, oder noch schlimmer, ihnen war langweilig und man hat sie nicht erreicht. Dann hätte das Event besser nicht stattfinden sollen. Eine reine Minusrechnung.

    Wie mächtig und wertvoll die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt sind, das haben Mandela, King jr., Kennedy, Gandhi und co. bereits oft unter Beweis gestellt. Darüber kann/ darf nicht verhandelt werden.

    Wie machen andere? Google, LinkedIn oder Alibaba?
    Wir alle schauen mit großen Augen ins Silicon Valley, nach Tel Aviv oder Singapur. Wenn man sich die erfolgreichen Unternehmen anschaut, die dort in den letzten zehn, fünfzehn Jahren erschaffen wurden, dann setzten alle auf den Input von außen. Durch Mitarbeiter, die man teuer vom Mitstreiter kauft. Professoren, die neue Forschungsergebnisse präsentieren und vor allem setzt man auf Experten, die auch noch gut vermitteln können (Speaker). Sie alle wissen, dass ohne diese externen Informationen der Fortschritt gehemmt wird und somit die Wettbewerbsfähigkeit sinkt. Wer das verstanden hat, der sorgt sich eher um die Kosten die entstehen, wenn er sich keine externen Informationen einkauft.

    Einfach ist die Rechnung nicht und somit ist auch das Speaker-Honorar eher „Feenstaub“ als eine scharf kalkulierte Aufwandsentschädigung. Jeder Kunde muss selbst wissen, was ihm gut aufbereitete, sehr gut vorgetragene Informationen wert sind. Sind das 400€, 4.000€ oder 40.000€ für neues Wissen in 30 Minuten? – Keine Ahnung. Wer als Speaker argumentiert, warum er Summe X wert ist, verliert schnell seine Glaubwürdigkeit. Für mich wieder ein Grund dafür, die Honorarverhandlungen von einer professionellen Agentur durchführen zu lassen, oder? Eine weitere Instanz ist doch immer eine hilfreiches Tool für Verhandlungen.

    Beste Grüße,
    Steven Mc Auley

    Antworten
    • Roman Kmenta
      Roman Kmenta says:

      Hallo Steven,

      danke für die Ergänzung. Da stimme ich dir 100 %ig zu. Das sind allerdings Kosten, die kaum jemand kalkuliert. Genauso wie Kosten, die ein Mitarbeiterwechsel verursacht enorm sein können, aber nicht kalkuliert werden. ich stelle fest (auch aufgrund Rückmeldungen), dass diese Auflistung nicht primär für Kunden, sondern für den Speaker selbst bzw. sein Office sehr nützlich sein kann. Da wird einem schnell mal klar, dass die Gage nicht nur ok, sondern im Grunde manchmal viel zu wenig sein kann. Und was eine externe Agentur angeht … stimmt. Der Chef selbst gibt immer am leichtesten Nachlässe 😉

      Beste Grüße

      Roman Kmenta

      Antworten

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Autor, Berater und Keynote Speaker

Mag. Roman Kmenta - Keynote Speaker, Autor, Trainer und Berater

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international tätig. Er berät Unternehmen und Unternehmer zu den Themen Verkaufs- und Marketingstrategien für höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge. Roman Kmenta folgen auf Facebook, Twitter, XING, Google+, LinkedIn Fotos: pexels.com, Roman Kmenta