Extrem – Ihr Erfolg braucht Übertreibung!

Extrem – Ihr Erfolg braucht Übertreibung - Roman Kmenta - Redner und Preisexperte

Extreme Kommunikationsstrategien für Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und Reichweite

Weniger ist mehr! Ja, das stimmt. Bisweilen. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass dieses Sprichwort aus einer Ära stammt, die sich von unserer heutigen Zeit sosehr unterscheidet wie ein Einbaum von einem Luxuskreuzfahrtschiff. In einer Zeit, in der der Umgebungslärm gerade in der Wirtschaft so laut geworden ist, dass wir Gefahr laufen taub zu werden, ist Aufmerksamkeit ein rares, sehr rares Gut geworden.

Aufmerksamkeit zuerst

Doch die uralte Marketingformel AIDA (Attention – Interest – Desire – Action) hat mehr denn je Gültigkeit. Zumindest soweit es die Attention, die Aufmerksamkeit betrifft. Sie können die tollsten Produkte, das beste Know-How, die sensationellsten Kundenfeedbacks und die phantastischsten Preise haben … wenn das niemand weiß, wenn Sie nicht auffallen, nicht wahrgenommen werden nützt Ihnen das alles genau gar nichts. Diese Grundregel gilt quer durch die Branchen, in der Industrie, im Großhandel sowie im Einzelhandel, B2B wie B2C, online und offline, in Social Media und Printmedien.

Wenn Sie keine Aufmerksamkeit haben, haben Sie nichts!

Und bei einem derartigen Getöse quer durch alle Medien und Kommunikationskanäle einfach zu sagen „Weniger ist mehr!“, sich in die Ecke zu stellen und sich stumm zu verhalten in der Hoffnung wahrgenommen zu werden, ist eine Kommunikationsstrategie, bei der der Misserfolg geradezu vorprogrammiert ist. Nicht, dass es dafür keine Hoffnung gäbe. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt … doch sie stirbt, wenn Sie nicht auffallen, nicht wahrgenommen werden.

Weniger ist mehr als Ausrede für Faulheit oder Angst?

Manchmal frage ich mich ob „Weniger ist mehr“ nicht auch sehr oft als wunderbare Ausrede für Faulheit und Inaktivität dient. Oder auch für die Angst den Kopf rauszustrecken … einer sehr weit verbreiteten Angst, wie ich als Business Coach immer wieder bemerke. Lesen Sie dazu auch den Beitrag: Die 9 wesentlichsten Ängste, die Geschäftserfolg verhindern!

Und wenngleich ich unumwunden zugebe, dass es Situationen im Business gibt, in denen „Weniger ist mehr!“ eine erfolgversprechende Kommunikationsstrategie bzw. Marketingstrategie sein kann, sehe ich persönlich deutlich mehr Gefahren durch „zu wenig“ oder oft „sehr viel zu wenig“.

Wenn z.B. heute jemand einen soliden Blogbeitrag schreibt und ihn auf Facebook stellt, sonst aber nichts damit macht, darf man sich nicht wundern, wenn der Beitrag – so gut er auch sein mag – quasi keine Beachtung findet und die Reichweite im zweistelligen Bereich liegt.

The winner takes it all

Abba wussten in den 70ern schon, was im Internet Zeitalter in vielen Bereichen bereits wirtschaftliches Fakt ist: The winner takes it all – Aufmerksamkeit, Reichweite, Umsätze und Gewinne.

Ein paar Beispiele für dieses Phänomen:

  • Entweder man ist bei der Google Suche ganz vorne mit dabei, oder man ist gar nicht mit dabei.
  • Amazon wächst weiter, WEIL es bereits so groß ist.
  • Apple erzielt mit ca. 20 % Marktanteil mehr als 80 % der weltweiten Gewinne bei Smartphones (alle Hersteller zusammengerechnet!!).
  • Die Abstände zwischen den Marktführern und den anderen werden immer größer.

Das muss in Ihrer Branchenrealität noch nicht so extrem sein, aber die Richtung scheint vorprogrammiert.

Die magische Grenze

Es scheint eine magische Grenze zu geben, ab der der Erfolg nicht linear, sondern exponentiell zunimmt. Der Unterschied zwischen Rang 7 und Rang 6 bei der Google Suche ist vielleicht minimal, was die Klickraten betrifft, der zwischen Rang 1 und Rang 2 aber bisweilen enorm. Oder anders ausgedrückt kann es sehr oft sein, dass der doppelte Input nicht das doppelte Ergebnis, sondern das 10fache bringt.

Der Lohn, der Ihnen winkt wird in Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und Reichweite bezahlt. Sie werden wahrgenommen! Man kommt ab einem gewissen Punkt in Ihrem Bereich bzw. Ihrer Branche an Ihnen gar nicht mehr vorbei.

Ziel muss es daher sein diese magische Grenze zu überschreiten und das bedarf bisweilen der Übertreibung. Exzessiver, schamloser und haltloser Übertreibung.

Extreme Kommunikationsstrategien für mehr Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und Reichweite

Wie also können Sie übertreiben und das, was sie tun in den Extrembereich bringen? Ich habe im Folgenden eine Reihe von Ideen für Sie, die sie einzeln oder auch kombiniert einsetzen können und bisweilen auch müssen, um Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und Reichweite zu gewinnen.

Extreme Kommunikationsstrategie #1 für mehr Aufmerksamkeit: Sehr viel mehr / sehr viel öfter

Die erste extreme Kommunikationsstrategie heißt „Sehr viel mehr“ oder einfach gesagt: Was immer Sie tun, machen Sie mehr davon bzw. machen Sie es viel öfter. Viele meinen ja sie würden schon viel tun, doch glauben Sie mir: Es geht immer noch mehr. Sehr viel mehr! Das ist eine Strategie zu der ich als Business Coach oder Unternehmensberater so gut wie allen meinen Kunden und Klienten rate.

So ist z.B. einmal die Woche einen guten Blog zu schreiben schon eine Herausforderung, wenn man es längerfristig durchhalten will. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Doch extrem ist das nicht. Jeden Tag einen Blog zu schreiben – einen guten wohlgemerkt – da kommen wir dem Extrembereich schon deutlich näher. Das geht nicht? Natürlich geht das, es gibt Menschen, die das machen … manche sogar mehrmals täglich. Die produktivere Frage ist: Wie geht das und welchen Preis muss ich dafür bezahlen?

Beispiele und Ideen für die Extrem-Strategie „Sehr viel mehr / sehr viel öfter“ sind:

  • Jeden Tag einen Blogbeitrag verfassen.
  • 50 Mal pro Tag auf Facebook posten.
  • Jeden Tag auf eine Veranstaltung gehen, um Kontakte zu knüpfen (in Großstädten gibt es genügend davon).
  • Jedes Quartal ein Buch herausbringen – Peter Buchenau, ein Kollege von mir, macht das in etwa in diesem Tempo – http://www.peterbuchenau.de/buecher/ .
  • Täglich 100 potenzielle Zielkunden persönlich auf Sozialen Medien kontaktieren
  • Täglich 100 Kommentare auf sozialen Medien posten. Können Sie sich vorstellen wie viele Kommentare Sie zurückerhalten?
  • 16 Stunden pro Tag arbeiten … oder glauben Sie nicht, dass jemand, der soviel arbeitet nicht deutlich mehr weiterbringen kann (nicht muss) als jemand, der 8 Stunden arbeitet?
  • Jeden Tag mit 10 potenziellen Neukunden zu telefonieren – wenn Ihnen das zu wenig erscheint (was ganz auf die Branche ankommt), erhöhen Sie die Zahl nach Belieben. Oder machen Sie einen Wettbewerb mit sich selbst und versuchen Sie Ihren Kontaktrekord zu brechen. Und dann wieder.
  • Täglich ein Video machen und auf Social Media verteilen – Gary Vaynerchuck produziert solche Quantitäten. Bekannt geworden ist er übrigens mit „Wine Library TV“ ein Projekt, bei dem er für seine Weinhandlung mehr als 1.000 Weinverkostungen gefilmt und online gestellt hat. Jeden Tag eine.
  • Täglich einen Podcast zu produzieren … auch das schafft Gary Vaynerchuck. Man merkt der Mann ist fleißig.

Ich gebe Ihnen ja recht, dass einige dieser Umsetzungsbeispiele schwer auf Dauer durchzuhalten sind, aber das soll nicht als Ausrede dienen nicht damit zu beginnen und z.B. 100 Tage lang jeden Tag ein gehaltvolles Facebook Live Video zu produzieren.

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Sie müssen nicht alles selbst machen!

Außerdem: Wer sagt, dass Sie alles selbst machen müssen. Das ist ein Fehler, den viele begehen. Eine extreme Kommunikationsstrategie dieser Art ganz alleine umsetzen zu wollen, reduziert die Erfolgschancen. Delegieren Sie daher, was immer Sie können. Sie können sich das noch nicht leisten? – Dann fangen Sie eben sehr klein an! Aber wie und was? – Lesen Sie unbedingt den Beitrag: Arbeiten Sie in Ihrer 100.000 € Zone? Und holen Sie sich das kostenlose Poster mit Ihren Prioritäten!

Extreme Kommunikationsstrategie #2 für mehr Aufmerksamkeit: Länger und kürzer / größer und kleiner

Doch es muss nicht immer die Steigerung der Frequenz sein. Auch in der Idee Dinge ins Extreme zu verlängern oder zu verkürzen bzw. zu vergrößern und zu verkleinern liegt jede Menge Potenzial. Diese Extrem-Strategie lässt sich oft hervorragend mit der vorherigen kombinieren. Ein paar Ideen dazu:

  • Blogbeiträge mit 10.000 und mehr Worten schreiben.
  • 5 Sekunden Videos drehen und stündlich ein neues über Social Media publizieren. Sie könnten natürlich auch ein längeres machen und dieses in kleine Schnipsel aufteilen.
  • Warum nicht einen 24 Stunden Facebook LIVE Beitrag veranstalten?
  • Sie könnten ein Buch in einem Tag schreiben (sie müssen das ja nicht alleine tun) und das als öffentliches Event?
  • 500 oder auch 1.000 Tipps zu einem Thema sammeln und diese als Blog, Podcast, Buch oder Wiki publizieren. Ich selbst habe 118 Antworten auf „zu teuer“ gesammelt und diese als Buch und Kindle produziert (hier bei Amazon erhältlich). Und das hat sich sehr bewährt.

Die perfekten Antworten auf Preiseinwände Ihrer Kunden finden Sie übrigens im Buch: „Zu teuer – 118 freche, humorvolle, überzeugende und profitable Antworten auf Preiseinwände“ – hier als Amazon Kindle downloadbar. Damit werden Sie bei der Preisargumentation nie mehr sprachlos sein.

E-Book Zu teuer - Preiseinwand - Roman Kmenta - Preisexperte und Unternehmer

Extreme Kommunikationsstrategie #3 für mehr Aufmerksamkeit: Superlative

Sie können noch einen Schritt weitergehen und das Maximum in einem bestimmten Bereich produzieren. Diese Superlativ-Strategie hat schon immer sehr gut funktioniert, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das Lexikon der Superlative wird seit Jahrzehnten erfolgreich publiziert. Sie können diese Ideen nicht nur für Ihre Kommunikationsmaßnahmen verwenden, sondern auch auf Ihre Produkte ausweiten. Wie können Sie

  • das größte
  • das kleinste
  • das längste
  • das kürzeste
  • das schnellste
  • das langsamste … usw.

herstellen bzw. umsetzen und das dann natürlich in Ihre Kommunikationsmaßnahmen einbauen?

Tu Extremes und sprich darüber!

Das Billigste macht jeder. Wie wäre es mit dem Teuersten?

Beim Preis, meinem Lieblingsthema, gibt es viel Übertreibung nach unten. Alle versuchen sich ständig zu unterbieten und noch billiger zu sein. Das ist eine Strategie, die irgendwann nicht mehr steigerbar und nebenbei nicht sehr profitabel ist. Warum nicht den Preis nach oben übertreiben?

  • Ein Österreichischer Bauer züchtet das teuerste Gewürz der Welt und schafft es damit in die Medien. Mit dem billigsten Gewürz der Welt schaffen Sie das niemals.
  • Ein Restaurant bietet das teuerste Steak der Welt und kommt damit ins Fernsehen.
  • Das teuerste Handy ist ein sehr beliebtes Thema in den Medien. Googeln Sie das mal und Sie werden erstaunt sein wie viele Liste und Rangreihungen es dazu gibt.

Das teuerste Steak der Welt ist ein Thema für die Medien. Das billigste bloß langweilig.

Was können Sie als Teuerstes anbieten?

Extreme Kommunikationsstrategie #4 für mehr Aufmerksamkeit: Extreme Qualität und Kreativität

Diese Strategie ist wahrscheinlich die schwierigste, weil man sie nicht erzwingen kann. Wenn sie gelingt, allerdings eine extrem erfolgversprechende. Die Qualität – z.B. in einem Blogbeitrag – durch exzellente Recherche, hilfreiche Links und Quellenverweise und wirklich spannende Ideen und Ansätze zu steigern mag noch durch vermehrten Fleiß und viel Arbeit gesteigert werden.

absatzwirtschaft zeitschrift für Marketing - Artikel Roman Kmenta - Seite 30 - 5/2016 - Roman Kmenta - Unternehmer und Keynote Speaker

Doch wenn es um kreative Extrembeispiele geht, so sind diese nicht erzwingbar und meist auch nicht planbar. So war mein eigener viraler Blogbeitrag: „Do it like Amazon!“ nicht das Resultat nächtelanger Arbeit, sondern eher eine spontane Eingebung getriggert von einem Comic, das ich einmal gesehen habe.

Der Aufwand für mich war überschaubar, doch das Foto ging mit 2 – 3 Millionen Reichweite, über 100.000 Likes und unzähligen Veröffentlichungen in Print- und Online-Medien durch die Decke.

Ein aktuelles, sehr gelungenes Beispiel ist auch das Video, in dem Ewa Paczynska auf sehr unterhaltsame Weise die unterschiedlichen Bedeutungen des Wiener Dialektwortes „Oida“ erklärt. Das Video wurde rasch viral und ging über Nach durch die Decke. Humor hilft definitv, um Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und Reichweite zu generieren.

Und auch wenn solche Erfolgsstories nicht erzwingbar oder planbar sind, bringt es dennoch sehr viel über solche Dinge nachzudenken und der Kreativität so eine Chance zu geben.

Zur Ankurbelung Ihrer Kreativität habe ich ein E-Book geschrieben, in dem Sie über 40 Ideen zum Thema „Was soll ich bloß posten“ finden. Hier geht es zum kostenlosen Download.

43 Contentideen - Beitragsbild - Roman Kmenta - Keynote Speaker und Trainer

Kann man es übertreiben mit der Übertreibung?

Ja, wahrscheinlich kann man das. Man kann über den Punkt hinausgehen, an dem die Übertreibung zwar auffällt und Aufmerksamkeit generiert, aber schlichtweg nur nervtötend und lästig ist. Das ist allerdings dann meist nicht auf die Übertreibung an sich zurückzuführen, sondern auf einen Mangel an Kreativität und Abwechslung. Ganz nach dem Motto:

Zu viel gibt es nicht, nur zu uninteressant.

Die Gefahr, die mit „zu wenig“ einhergeht ist aus meiner Erfahrung viel größer und allgegenwärtig. Die meisten bewegen sich im Kommunikationsbereich, wenn überhaupt, im Durchschnitt, viele deutlich darunter.

Solange Sie nicht regelmäßig von Menschen, die sie treffen mit den Worten „Ich sehe dich dauernd auf … (ein Medium Ihrer Wahl)“ angesprochen werden machen Sie eindeutig zu wenig. Wenn sich nie jemand darüber beschwert, dass Sie es übertreiben, haben Sie die magische Grenze noch nicht erreicht geschweige denn überschritten und haben noch (eine Menge) Potenzial.

Ihre Erfahrungen mit Übertreibungen

Was sind Ihre eigenen Erfahrungen mit Extrem-Strategien und Übertreibungen aller Art? Positive wie negative? Welche haben Sie vielleicht selbst schon erfolgreich eingesetzt?

Ich freue mich über Ihre Kommentare hier auf meinem Blog oder auch auf meiner Facebook Seite.

Ihr

Unterschrift Roman Kmenta Redner und Autor

Roman Kmenta

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Autor, Berater und Keynote Speaker

Mag. Roman Kmenta - Keynote Speaker, Autor, Trainer und Berater

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international tätig. Er berät Unternehmen und Unternehmer zu den Themen Verkaufs- und Marketingstrategien für höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge. Roman Kmenta folgen auf Facebook, Twitter, XING, Google+, LinkedIn Fotos: pexels.com, Roman Kmenta