Hochpreisstrategie fĂŒr selbstĂ€ndige Dienstleister

Warum Trainer, Coachs und Berater durch niedrige Honorare GeschÀft und Kunden schaden

Hochpreisstrategie oder Niedrigpreis? – Die Frage nach Höhe von Stundensatz und Honorar ist fĂŒr Freiberufler wie Trainer, Coaches und Berater aller Arten eine ganz grundlegende.

Viele entscheiden sich dann in der Meinung niedrige Honorare bieten zu mĂŒssen, um ĂŒberhaupt etwas zu verkaufen, gegen eine Hochpreisstrategie und schaden damit ihrem GeschĂ€ft und ihren Kunden.

Hochpreisstrategie - Roman Kmenta - Pricing Experte

Argumente fĂŒr Hochpreisstrategie

Ich weiß, „schaden“ klingt hart. Und doch gibt es eine Reihe von handfesten GrĂŒnden, die selbststĂ€ndige Dienstleister fast dazu zwingen, eine Preispositionierung im oberen Preisbereich zu wĂ€hlen bzw. eine Niedrigpreisstrategie auszuschließen.

Hochpreisstrategie Definition

Was ist Hochpreisstrategie ĂŒberhaupt? Was bedeutet Premiumstrategie?

FĂŒr Dienstleister, die ihre Leistung als SelbststĂ€ndige persönlich erbringen (und um genau jene geht es hier), spreche ich von Hochpreisstrategie, wenn sich die TagessĂ€tze, StundensĂ€tze und Honorare im oberen Drittel bis Viertel des Marktes bewegen.

FĂŒr Trainer, Consulter und Coachs sind sprechen wir von Hochpreisstrategie ab einem Tagessatz von ca. € 2.000 bzw. einem Stundensatz ĂŒber € 250. NatĂŒrlich ist fĂŒr die Hochpreispolitik nach oben keine Grenze gesetzt.

High Ticket Sales vs. Hochpreisstrategie

Die Hochpreisstrategie ist zu unterscheiden von High Ticket Selling. Beim High Ticket Verkauf ist der absolute Preis eines Produktes oder einer Dienstleistung hoch – nicht unbedingt auch der relative.

Beispiele fĂŒr High Ticket Sales sind etwa der Verkauf Autos, Immobilien oder Schmuck. Dabei kann auch eine Discount Preisstrategie angewendet werden.

Ein Neuwagen, der mit 50 % Rabatt angeboten wird ist immer noch ein High Ticket Produkt aber eben ohne Premium Pricing.

Ein Coachingpaket von 10 Stunden um 3.900 € oder ein Vortrag um 12.000 €, als Hochpreisstrategie Beispiel, entsprechen hingegen einer Premium Preisstrategie und einem High Ticket Sale gleichzeitig.

Hochpreis Strategie oder Höchstpreisstrategie

Eine Hochpreisstrategie muss keine Höchstpreisstrategie sein – wenngleich dies eine interessante Variante  sein kann.

Dass es diese Grenze nach oben fĂŒr Premium Pricing tatsĂ€chlich nicht gibt und auch StundensĂ€tze von vielen Tausend Euro gelebte Praxis fĂŒr mache Freiberufler – oft Keynote Speaker, Redner und Top Berater – sind, lesen Sie im Beitrag: Mythos! – Die unglaublichen Honorare der Keynote Speaker und Redner.

5 GrĂŒnde fĂŒr Hochpreisstrategie als Freiberufler

Speziell fĂŒr Sie als Coach, Trainer, Berater, Vortragsredner oder ganz generell jemand, der seine „Zeit gegen Geld tauscht“ ist es absolut entscheidend fĂŒr Ihr GeschĂ€ft welche Preisstrategie Sie verfolgen.

Dabei gibt es gewichtige Argumente, die fĂŒr eine Hochpreisstrategie und gegen eine Niedrigpreisstrategie sprechen:

  1. Ohne entsprechend hohe StundensÀtze schaffen Freiberufler keinen ausreichend hohen Umsatz, um gut davon leben zu können.
  2. Ohne Premium Pricing stoßen selbststĂ€ndige Dienstleister – relativ rasch – an eine Umsatzgrenze.
  3. Ohne Premiumpreisstrategie haben Unternehmensberater, Trainer und Coaches zu wenig Zeit ihr Business weiter zu entwickeln.
  4. Ohne Hochpreis Strategie verschlechtern Freelancer ihr Image.
  5. Ohne Premium Pricing verschlechtern Sie die Wirkung Ihrer Leistung fĂŒr Kunden.

Lassen Sie uns diese GrĂŒnde fĂŒr Premium Pricing und die Hochpreisstrategie Vorteile nĂ€her beleuchten.

Hochpreisstrategie Argument #1

Ohne entsprechend hohe StundensÀtze schaffen Freiberufler keinen ausreichend hohen Umsatz, um gut davon leben zu können.

Dabei gilt es zunĂ€chst einmal zu definieren: Was ist ein ausreichend hoher Umsatz in diesem Zusammenhang? NatĂŒrlich ist vom Wohnort und vor allem auch vom Lebensstil abhĂ€ngig. Dennoch kann fĂŒr selbststĂ€ndige Dienstleister die Marke von 100.000 € Umsatz als untere Grenze dafĂŒr betrachtet werden.

Mir ist bewußt, dass die Grenze fĂŒr viele hoch klingen mag. Nach Abzug von Kosten fĂŒr Marketing und Administration, Sozialversicherung und Steuern bleibt bei einem Umsatz von 100.000 € ein Gewinn ĂŒbrig, ab dem es finanziell Spaß und auch betriebswirtschaftlich Sinn macht das unternehmerische Risiko und die Anstrengungen auf sich zu nehmen.

Sollten Sie noch nicht ganz ĂŒberzeugt sein, reden Sie mit Ihrem Steuerberater.

Lassen Sie fĂŒr verschiedene Preisstrategien Beispiele durchrechnen warum Sie als Freiberufler StundensĂ€tze bzw. Honorare verlangen mĂŒssen, die sich im Hochpreissegment bewegen.

Fallbeispiel 1: Sabine, 38 Jahre, Coach

Sabine ist 38 und seit einigen Jahren als Coach tĂ€tig. Sie macht Coaching im privaten Bereich. Sie hat einen Coaching Stundensatz verlangt 80 € pro Stunde, wendet also eine eher eine Niedrigpreisstrategie an, um zu Klienten zu kommen. Um 100.000 € Jahresumsatz zu erreichen, mĂŒsste sie daher 1.250 Stunden gebucht sein.

Oft buchen private Klienten 1 oder 2 Coachingstunden bei ihr. Doch selbst unter der Annahme, dass sie ein durchschnittlicher Klient 5 Stunden bucht, braucht sie 250 Klienten pro Jahr.

Bei einer Abschlussquote von 80 % (d.h. 8 von 10 Interessenten werden zu Kunden … was sehr viel ist), brĂ€uchte Sabine 313 Interessenten, um ihr 100.000 €-Ziel zu erreichen. Mit der Niedrigpreisstratgie ist dieses Umsatzziel also kaum zu erreichen.

Das ist ein neuer Interessent an jedem Tag außer Sonntag. Nicht unmöglich, aber sehr anspruchsvoll. Um das zu schaffen, mĂŒsste Sabine sehr viel Marketing machen. Doch durch die vielen Interessenten und Klienten, die hoffentlich daraus resultieren, hat sie zu wenig Zeit dafĂŒr. Sie ist in der ZwickmĂŒhle. Was kann sie tun?

„Auch Kleinvieh macht Mist! … aber man braucht sehr viel Kleinvieh fĂŒr einen großen Haufen Mist!“

Sabines Grundproblem ist so betrachtet, dass sie sehr gĂŒnstige Produkte verkauft. Selbst wenn ein Klient sie zehnmal in Anspruch nehmen wĂŒrde, sind das nur 800 € Umsatz. Das ist mit ein Grund, warum viele Coaches (die sich nur auf diese Dienstleistung konzentrieren) zu den Schlechtestverdienern gehören.

Was kann Sabine tun? Sie braucht grĂ¶ĂŸere/teurere Produkte. DafĂŒr könnte sie sich entweder ganz auf Business-Coaching konzentrieren (da wird pro Stunde mehr bezahlt) oder auch Pakete schnĂŒren, die deutlich mehr kosten als eine Coaching-Stunde.

In Spalte 2 und 3 habe ich den Stundensatz variiert. Bei höherem Stundensatz könnte auch die Abschlussquote schlechter werden (muss aber in der Praxis auch nicht sein, das hĂ€ngt von der PreiselastizitĂ€t ab – siehe auch Beitrag: Preismythos #2: Wenn ich meine Preise erhöhe, verliere ich meine Kunden).

Man sieht deutlich, welch dramatische VerĂ€nderungen, das auf die gesamte Kalkulation hat. In der rechten Spalte (bei 250 € Stundensatz) hat sie nur ca. 9 Coaching Stunden/Woche und damit viel mehr Zeit fĂŒr die Vermarktung.

Gleichzeitig braucht sie in diesem Fall nur noch 133 Interessenten (was aber immer noch nicht wenig ist).

Wenn Sabine meine Klientin wĂ€re, wĂŒrde ich ihr nach dieser ersten Analyse folgendes empfehlen:

  • Preise erhöhen und Premium Preise verlangen (zumindest in die NĂ€he einer Hochpreisstrategie) – wie Sie eine Preiserhöhung erfolgreich umsetzen lesen Sie im Beitrag: „Preiserhöhung ankĂŒndigen“
  • gleichzeitig den High Ticket Verkauf forcieren, indem Sie statt einzelnen Coachingstunden „Pakete“ verkauft
  • die Zielgruppe ĂŒberdenken – Unternehmer sind z.B. eher bereit höhere StundensĂ€tze fĂŒr Coaching zu bezahlen
  • höherpreisige und leichter skalierbare Dienstleistungen – wie Training,VortrĂ€ge oder auch digitale Produkte (Kurse etc.) – mit ins Portfolio aufnehmen
  • die Positionierung schĂ€rfen, um eine Hochpreisstrategie auch tatsĂ€chlich umsetzen zu können
  • Marketing und Verkauf systematisieren und soweit möglich automatisieren, um regelmĂ€ĂŸig ausreichend viele Leads zu generieren

Fallbeispiel 2: Peter, 45 Jahre, Unternehmensberater

Hochpreisstrategie Dienstleister Unternhmensberater - Roman Kmenta

Unser zweites Fallbeispiel ist Peter. Er ist Unternehmensberater und hat einen Berater Tagessatz 1.200 € pro Tag. Damit brĂ€uchte er in unserer Musterkalkulation nur 83 gebuchte Tage pro Jahr, um sein 100.000 €-Ziel zu erreichen. Unter der Annahme, dass ein durchschnittlicher Kunde 5 Tage pro Jahr bucht, braucht Peter nur 17 Kunden. Das sind im Vergleich zu Sabine sehr wenige. Er hat 2 Tage pro Woche mit der Beratung zu tun und so ausreichend Zeit, sich um seine Vermarktung zu kĂŒmmern.

Auch Peter betreibt mit diesem Tagessatz als Berater keine Hochpreisstrategie. Dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied zu Sabine: Er macht High Ticket Selling. Wenn er zu einem Tageshonorar als Unternehmensberater von nur 1.200 € z.B. 5 Tage an einen Kunden verkauft, dann hat er 6.000 € Umsatz mit einem Abschluss.

DafĂŒr muss Sabine sehr viel öfter verkaufen und der Verkaufsaufwand fĂŒr ein 6.000 € Beratungspaket und eine einzelne Coachingstunde fĂŒr 250 € ist nicht viel grĂ¶ĂŸer, manchmal sogar ganz im Gegenteil.

Sie sehen also, auch ohne etwas zu optimieren, kann Peter sein 100.000 €-Ziel wahrscheinlich erreichen (wenngleich ich auch hier eine sehr hohe Abschlussquote von 80 % angenommen habe). Ein Resultat des High Ticket Sales.

Dennoch gibt es Optimierungsmöglichkeiten. Vielleicht will Peter ja nicht mehr verdienen, aber weniger arbeiten, um mehr Zeit fĂŒr seine Kinder zu haben. Wenn er zu diesem Zweck seinen Tagsatz auf 2.000 € erhöht, brĂ€uchte er nur noch 50 Beratungstage, um sein Ziel zu erreichen.

Durch die Preiserhöhung könnte auch seine Abschlussquote sinken, auf 50 % z.B. Dennoch brÀuchte er nicht mehr Interessenten (und damit nicht wirklich mehr Marketingaufwand), um zu seinen 10 Zielkunden zu kommen.

Oder Peter wird zu einem wirklichen High Ticket Closer und verkauft seine Leistung nicht mehr in einzelnen Tagen, sondern bietet im rahmen seiner Hochpreisstrategie nur mehr Pakete ab 20 Tagen um 50.000 € an.

Fallbeispiel 3: Gabriele, 50 Jahre, Webdesignerin

Gabriele erstellt Webseiten fĂŒr ihre Kunden. Sie macht das mit Hilfe von Vorlagen. Dadurch kann sie schneller arbeiten und gĂŒnstiger anbieten. Sie verlangt als Honorar fĂŒr Webdesign 1.200 € pro Website. Sie betreibt also eine Niedrigpreisstrategie. Um ihr Jahresziel von 100.000 € zu erreichen, mĂŒsste sie Webseiten fĂŒr 83 Kunden erstellen.

Bei einer hohen Abschlussquote von 80 % braucht sie dafĂŒr 104 Interessenten. Das ist sehr viel, zumal sie 44 Stunden pro Woche an den Websites arbeitet und daher kaum Zeit hat, sich um die Akquisition von neuen Kunden zu kĂŒmmern. Alles in allem, nicht einfach fĂŒr sie, die 100.000 € zu schaffen.

Was könnte Gabriele Àndern, um Ihr Ziel leichter zu erreichen?

  • Durch eine simple Preiserhöhung auf 2.000 € pro Website (und einer Abschlussquote von 70 %) brĂ€uchte sie nur mehr 50 Kunden (immer noch viel) und wĂŒrde 27 Stunden/Woche Webseiten programmieren. Das wĂŒrde ihr zeitliche Ressourcen fĂŒr Marketing und Verkauf schaffen.
  • Wenn unsere Webdesignerin Gabriele auf eine Hochpreisstrategie wechseln und fĂŒr 3.000 € und mehr noch hochwertigere Websites bauen wĂŒrde, sĂ€he die Sache viel besser aus. FĂŒr 33 Kunden/Jahr wĂŒrde sie 21 Stunden/Woche Webseiten erstellen. Ihr wĂŒrde noch mehr Zeit bleiben wĂŒrde fĂŒr die Arbeit an ihrem Unternehmen (statt rund um die Uhr immer nur im Unternehmen zu arbeiten).
  • Und natĂŒrlich wĂŒrde es fĂŒr Gabriele sehr viel Sinn machen, Cross Selling zu betreiben und ihren Kunden noch Servicepakete anzubieten. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ gibt es an einer Website laufend etwas zu tun. Damit könnte sie mehr Umsatz mit derselben Kundenanzahl lukrieren.

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Schritt fĂŒr Schritt zu Ihrer Hochpreisstrategie und Ihrem High Tickets Sales

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Hochpreisstrategie Argument #2

Ohne Premium Pricing stoßen selbststĂ€ndige Dienstleister relativ rasch an eine Umsatzgrenze

Der zweite wesentliche Grund fĂŒr eine Premium Preisstrategie trifft speziell auf selbststĂ€ndige Dienstleister – Trainer, Coaches, Redner, Consulter / Berater, Grafiker, Webdesigner, Friseure etc. – alle, die Ihre Zeit gegen Geld verkaufen zu.

Der Nachteil dieses GeschÀftsmodells liegt auf der Hand: Ihre Zeit ist endlich. 24 Stunden / Tag. Und um mehr Umsatz zu machen, wenn Sie Ihr Zeitkontingent ausgeschöpft haben, gibt es folgende 3 Möglichkeiten:

  1. Sie digitalisieren Ihre Dienstleistung und verkaufen digitale Produkte
  2. Sie fĂŒhren Ihre Dienstleistung nicht mehr selbst durch, sondern lassen diese von Mitarbeitern oder selbststĂ€ndigen Auftragnehmern umsetzen
  3. Sie schalten Ihr Business auf eine Hochpreisstrategie um (Achtung: Da steckt sehr viel mehr dahinter als einfach nur eine Preiserhöhung zu machen)

NatĂŒrlich können Sie diese 3 Strategien auch mischen. Die Hochpreisstrategie ist allerdings in jedem Fall zu empfehlen, da das Premium Pricing auch eine Grundlage ist Ihre Dienstleistung auszulagern. Bei einer Niedrigpreisstrategie können Sie sich das nicht leisten.

Und auch die digitalen Produkte können Sie im Falle einer PrÀmienpreisstrategie zu höheren Preisen verkaufen.

Hochpreisstrategie Argument #3

Ohne Premiumpreisstrategie haben Unternehmensberater, Trainer und Coaches zu wenig Zeit ihr Business weiter zu entwickeln

„Am Unternehmen statt nur im Unternehmen arbeiten!“ lautet eine oft gehörte Devise. Doch viele scheitern daran, weil Sie sich das schlicht nicht leisten können. Und das ist meist eine Folge einer Niedrig Preisstrategie (wie die Rechenbeispiele oben deutlich zeigen).

Wenn Sie rund um die Uhr arbeiten und zu wenig Geld verdienen, sollten Sie dringend ĂŒber Ihre Pricing Strategien nachdenken und den Wechsel auf eine Hochpreisstrategie ĂŒberlegen.

Mit einer Premiumstrategie verlieren Sie vielleicht – in einem ersten Schritt – Kunden. Das mag schmerzhaft sein, bedeutet aber nicht, dass Sie weniger Umsatz machen. Sogar das Gegenteil kann der Fall sein.

Rechnen Sie verschiedene Preisstrategien fĂŒr sich – wie in obigen Beispielen – durch. Sie werden feststellen, dass es sehr realistische Szenarien gibt, bei denen Sie mit Premiumpreisen mehr verdienen und deutlich weniger in der Firma arbeiten.

Die Zeit, die Sie dadurch gewinnen können Sie nutzen, um an der Firma zu arbeiten und so den Wert Ihres Unternehmens weiter zu erhöhen. Und fĂŒr einen höheren Wert können Sie wiederum einen höheren Preis verlangen. Die Spirale der Hochpreisstrategie dreht sich weiter nach oben.

Preisstrategien berechnen mit dem Aktionsrechner

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Hochpreisstrategie Argument #4

Ohne Hochpreis Strategie verschlechtern Freelancer ihr Image

FĂŒr hohe QualitĂ€t kann man höhere Preise verlangen und auch erhalten. Das ist jedem klar. Was wenige bedenken und vielen seltsam erscheint ist: Hohe Preise erhöhen die wahrgenommene QualitĂ€t eines Produktes oder einer Leistung. Ganz nach dem Motto:

Was nichts kostet ist nichts wert!

Das kann dazu fĂŒhren, dass die Nachfrage in Folge einer Hochpreisstrategie sogar steigt. Das hat mit einer speziellen Form der PreiselastizitĂ€t, der „anormal elastischen Nachfrage“ zu tun. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag: „Preismythos #2 – Wenn ich meine Preise erhöhe, verliere ich meine Kunden.“

Nicht nur, aber speziell bei Dienstleistern ist dieser Effekt, der mit einer Hochpreisstrategie einhergeht enorm wichtig. Der Premiumpreis fÀrbt so auf die Wahrnehmung des Dienstleisters durch seine Kunden, auf sein Image positiv ab.

In Umkehrung des genannten Mottos könnte man also sagen:

Was viel kostet ist auch viel wert!

NatĂŒrlich stimmt das in vielen FĂ€llen nicht mit den Fakten ĂŒberein. Doch die Fakten sind in vielen FĂ€llen egal, wenn es um Kaufentscheidungen geht. Das Image und die damit verbundenen Emotionen sind entscheidend.

Hochpreisstrategie Argument #5

Ohne Premium Pricing verschlechtern Coaches die Wirkung Ihrer Leistung fĂŒr Kunden

Das Hochpreisstrategie Argument #4 hat noch weitergehende, gravierende Auswirkungen, speziell bei Coaches, Beratern  und artverwandten Berufen. Coachs mĂŒssen eine Hochpreisstrategie betreiben um fĂŒr den Klienten wirksamer zu sein. Das hat konkret 2 GrĂŒnde:

  1. Klienten halten einen Coach im Premiumsegment tendenziell fĂŒr besser als Coachs, die eine Niedrigpreisstrategie anwenden. Wie erwĂ€hnt: Was mehr kostet ist auch mehr wert. Und – wie in vielen Placebo Studien belegt ist – ist der Glaube des Patienten / Klienten an die Wirksamkeit einer Behandlung entscheidend fĂŒr die Wirksamkeit einer Behandlung.
  2. Wenn der Klient im Premium Preissegment viel fĂŒr eine Beratung bezahlt, dann gibt es sich auch mehr MĂŒhe das, was der Consultant empfiehlt umzusetzen. Er hat „Skin in the Game“ wie die Amerikaner zu sagen pflegen (oder „etwas zu verlieren“ auf deutsch).

Das heißt, so seltsam es klingt, wenn Sie fĂŒr Ihre Klienten wirksamer sein wollen, kann es eine der besten Maßnahmen sein, auf eine Hochpreisstrategie zu wechseln. Sie tun Ihren Kunden und sich selbst etwas Gutes.

Hochpreisstrategie Voraussetzungen – Preise erhöhen ist zu wenig

Sollte jetzt jemand glauben es, wĂŒrde reichen fĂŒr eine Hochpreisstrategie einfach eine Preiserhöhung durchzufĂŒhren – weit gefehlt. In vielen FĂ€llen wĂŒrde dieser Schuss nach hinten losgehen.

Der Preis muss immer zum Wert (im Kopf des Kunden) passen. Genauer gesagt muss der Wert höher sein als der Preis (oder zumindest gleich hoch) damit der Kunde kauft.

Es gibt nichts, was zu teuer ist, aber vieles ist zu wenig wert.

Das bedeutet: Bevor Sie zu einer Hochpreisstrategie wechseln, mĂŒssen Sie Hochpreisstrategie Maßnahmen setzen, die Sie bzw. Ihr Unternehmen auf eine Premium Preisstrategie vorbereiten. Tipps, Strategien und Maßnahmen wie Sie das machen, finden Sie in folgender Auflistung.

Hochpreisstrategie – Schlussfolgerungen fĂŒr mehr Erfolg im Business

Alles in allem können Sie aus diesen Überlegungen zur Hochpreisstrategie einige sehr profitable Schlussfolgerungen fĂŒr Ihr Business ziehen.

  • Gerade als Dienstleister fĂŒhren zu kleine (und damit billige Leistungen) bzw. zu niedrige Preise dazu, dass Sie sehr viele Kunden brauchen, um vernĂŒnftige UmsĂ€tze zu erzielen.
  • Gleichzeitig fĂŒhren sie auch dazu, dass Sie viel Arbeit und keine Zeit haben, sich um neue und potenziell grĂ¶ĂŸere Kunden zu kĂŒmmern. Eine paradoxe Situation.
  • Den Umsatz pro Kunden auszubauen, ist ein sehr wichtiges Ziel.
  • Zeit ist fĂŒr uns alle das knappste Gut. 24 Stunden pro Tag – das ist es. Besonders fĂŒr Dienstleister, die Zeit gegen Geld tauschen, ist es daher eine gute Idee, das Angebotsportfolio um Leistungen, bzw. Produkte zu erweitern, die nicht unmittelbar zeitabhĂ€ngig sind.
    Lesen Sie dazu auch die Beitragsserie „Raus aus der Zeit gegen Geld Falle“
  • Berechnungen zu verschiedenen Pricing Strategien anzustellen anzustellen macht sehr viel Sinn. Erst dann wird klar, wo der Hebel fĂŒr den Ausbau des GeschĂ€ftes am wirksamsten anzusetzen ist.
  • Höhere Preise (auf Basis eines hohen Wertes) zu verlangen kann eine der besten Maßnahmen fĂŒr Ihr Buiness und Ihre Kunden sein.

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Ihre Erfahrungen mit Hochpreisstrategien

  • Welche Preisstrategie verfolgen Sie?
  • Niedrig- oder Hochpreisstrategie?
  • Oder irgendwo mittendrin?
  • Oder mal so mal so .. ganz nach Bedarf? – Ganz ohne Preisstrategie.

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Ihr

Roman Kmenta - Keynote Speaker und Autor

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2 Antworten
  1. Arnaldo Urbanetti sagt:

    Die Überlegungen sind vollkommen richtig. Viele Startup und KMU scheitern genau an dieser Preisfalle und glauben mit voller marktwirtschaftlicher Dummheit gĂŒnstig d.h.nur ĂŒber den Preis verkaufen zu mĂŒssen um den Mitbewerb zu schlagen.
    Katastropgal ist es, dass sie in dieser Negativspirale anschliessend nur noch Entlassung und Lohnsenkungen kennen und sich mit 3-5% Marge begnĂŒgen. Der Mythos von Skalierung und Volumenverkauf wird selten zur RealitĂ€t. Fatal sind jene gestandene „Unternehmen“, die fĂŒr sich selbst keinen marktgerechten Lohn und keine Sozialleistungen (oder minimale) einkalkulieren und lieber Dividenden beziehen und nur mit „Plattform“ Mitarbeitern bzw. billigen Freelancer zusammenarbeiten.
    Will ich in der Schweiz als Unternehmen ĂŒberleben muss ich einfach > CHF 200’000 pro Kopf und Jahr bei 45 Stunden pro Woche machen.Geht, dass nicht, lassen Sie es sein.

    • Roman Kmenta
      Roman Kmenta sagt:

      Hallo Herr Urbanetti,

      danke fĂŒr Ihren ausfĂŒhrlichen Beitrag. Etwas mehr betriebswirtschaftliche Sicht wĂŒrde vielen Unternehmen gut tun.
      Beste GrĂŒĂŸe
      Roman Kmenta

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Autor, Berater und Keynote Speaker

Mag. Roman Kmenta - Keynote Speaker, Autor, Trainer und Berater

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international tĂ€tig. Er berĂ€t Unternehmen und Unternehmer zu den Themen Verkaufs- und Marketingstrategien fĂŒr höhere Preise, Honorare und DeckungsbeitrĂ€ge. Roman Kmenta folgen auf Facebook, Twitter, XING, Google+, LinkedIn Fotos: pexels.com, Roman Kmenta

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