So stehen Sie Ihrem (geschäftlichen) Erfolg im Weg - Roman Kmenta - Keynote Speaker und Autor

Selbstsabotage

So stehen Sie Ihrem (geschäftlichen) Erfolg im Weg

Kürzlich war ich bei einer Veranstaltung. Der Redner eröffnete seinen Vortrag mit den Worten „Ich möchte Ihnen heute nur mal kurz etwas über XY erzählen …“. War diese Formulierung nett und ein Ausdruck seiner Höflichkeit? Wollte er kommunizieren, dass er die Zeit der Zuhörer nicht überbeanspruchen würde? Vielleicht. Doch das ist die Botschaft, die bei mir ankam: Unwichtig! Bedeutungsloser Redner, uninteressanter Vortrag, Zeitverschwendung! Und das im ersten Satz schon. Selbstsabotage?

Sich klein machen – eine Form der Selbstsabotage?

Doch warum gehe ich auf eine Veranstaltung und höre mir Redner an? Ich will großartige Vorträge und Keynotes hören! Ich will Redner mit großen Ideen, faszinierenden, bereichernden Inhalten erleben. So einem Vortrag höre ich gerne und lange zu. Alle anderen Vortragenden brauchen die Bühne gar nicht zu betreten. Sie verschwenden die Zeit ihrer Zuhörer und vor allem ihre eigene.

Und dennoch erleben wir es so oft, dass sich Menschen unnötig klein machen und so Selbstsabotage betreiben. Nicht nur Redner, Vortragende und andere Menschen, die auf der Bühne stehen. Da fällt es uns am meisten auf, weil wir es gerade da nicht erwarten. Auch bei den Menschen, denen wir tagtäglich begegnen, erleben wir das extrem oft. Vielleicht auch bei der Person, die wir am häufigsten treffen, bei uns selbst!?

Erfolgskiller berufliche Selbstsabotage

Privat betrachtet mag dieses Verhalten, das Sich-Kleinmachen,  noch als Höflichkeit durchgehen bzw. egal sein, weil es unmittelbar keine negativen Auswirkungen hat (wobei auch das bezweifelt werden könnte). Beruflich ist es pure Selbstsabotage und hochgradig kontraproduktiv. Es kostet Sie Kunden, Umsätze und Gewinne.

Berater, Trainer, Coaches, die sich klein machen, werden es schwer haben vernünftige, geschweige denn hohe Honorare zu erzielen. Gerade in beratenden Berufen ist die Selbstsabotage durch Kleinmacherei ein Erfolgskiller. Lesen Sie dazu auch den Beitrag „Hoher Selbstwert, hohes Einkommen“.

Mitarbeiter und Führungskräfte, die ihr Licht unter den Scheffel stellen, reduzieren ihre Karrierechancen dramatisch. Zum Thema Karrierechancen lesen Sie übrigens den Beitrag „8 radikale Ideen für mehr Gehalt als Angestellter“.

Verkäufer, die ihre Produkte klein machen, werden davon nicht viel verkaufen bzw. zu so niedrigen Preisen, dass das Geschäft kein Geschäft mehr ist.

Selbstsabotage durch Kleinmacherei – Warum?

Doch warum ist die Kleinmacherei so häufig anzutreffen? Ist sie ein Ausdruck des weit verbreiteten Problems, eines schwach ausgeprägten Selbstbewusstseins? Oder, wie erwähnt, ein Symptom falsch verstandener Höflichkeit? Kommt es aus unserer westlichen Erziehung, wo uns von klein auf beigebracht wird, dass es sich nicht gehört, Gutes über sich zu sagen? Eigenlob stinkt bekanntlich! Und da gehen wir gleich einen Schritt weiter und loben uns nicht nur nicht, sondern schießen übers Ziel hinaus und machen uns viel kleiner als nötig.

Selbstsabotage als Teil des christlichen Weltbildes?

Ist es das christlich geprägte Weltbild, in dem wir mit der Erbsünde geboren werden und nur Gott groß ist (was übrigens bei anderen Religionen ähnlich sein mag)? Ist es eine Mischung von all dem?

Fakt ist: Angeboren, genetisch kann dieses Sich-Kleinmachen nicht sein.

Kinder als Vorbild

Wenn Sie Kinder beobachten – und zwar, bevor die Erziehung oder Sozialisation ihr bisweilen desaströses Werk vollrichtet hat, – dann werden Sie feststellen, dass die das nicht haben. Ganz im Gegenteil. Kinder berichten freudestrahlend, was sie heute alles Großartiges vollbracht haben. Kinder haben Ziele und Visionen, von denen sich so mancher Großkonzern eine Scheibe abschneiden könnte. Kinder sind Superman, Präsident, Milliardär oder auch einfach nur Weltmeister in einer Disziplin der Wahl.

 

Kinder haben Ziele und Visionen, von denen sich so mancher Großkonzern eine Scheibe abschneiden könnte.

 

Nicht prahlen, aber Kleinmacher weglassen

Dabei geht es nicht darum zu prahlen. Sich unnötig und über die Maßen aufzublasen. So sehr, dass die Menschen rund um uns Angst haben, wir könnten zerplatzen und daher von uns zurückweichen und einen Sicherheitsabstand einhalten. Wenngleich selbst dieses Verhalten bei bisweilen sehr reichen und mächtigen Menschen zu finden ist und offenbar durchaus funktioniert. Donald Trump ist nicht für seine bescheidene Zurückhaltung bekannt.

Vielmehr geht es darum, das Pendel zumindest nicht in die Gegenrichtung ausschlagen zu lassen. Wenn die Kleinmacherei, die Selbstsabotage weggelassen wird, ist schon sehr vieles erreicht.

Wir machen es unbewusst

Doch das Dumme ist, dass wir uns oft nicht in vollem Bewusstsein unseres Denkens und unserer Handlungen klein machen und Selbstsabotage betreiben. Es passiert uns vielmehr und es fällt uns meist nicht einmal auf. Es sitzt so tief, ist oft so sehr in unserer Persönlichkeit verankert, dass es uns oft nicht einmal dann bewusst wird, nachdem wir es getan haben.

Kleinmacherei zeigt sich überall

Und Selbstsabotage durch Sich-Kleinmachen hat viele Facetten. Es kann sich nicht nur durch verbale Ausrutscher, wie bei meinem eingangs erwähnten Redner zeigen. Vielmehr findet es Wege, in all unseren verbalen und non-verbalen Ausdrucksformen präsent zu sein. Oft mit Kleinigkeiten. Unbemerkt von uns und anderen. Wenn sich der Gedanke klein zu sein erst tief verankert hat, drängt er förmlich an allen Stellen nach außen. Es manifestiert sich in Ihrer Kleidung, Ihrer Wohnung, Ihren Kundengesprächen, Ihrer Website und noch an vielen weiteren Stellen, an denen Sie es gar nicht vermuten würden.

Selbstcheck: So sabotieren Sie sich selbst!

Haben Sie jetzt die leise Vermutung, dass das bei Ihnen auch der Fall sein könnte? Wollen Sie wissen, wo bzw. wie? Dann holen Sie sich hier meine erstaunliche Checkliste –

10 Indizien für unbewusste Selbstsabotage im Business

Gleichen Sie diese mit Ihrer persönlichen und geschäftlichen Realität ab und lassen Sie sich überraschen, aber nicht erschüttern. Diese Erkenntnis ist nämlich gleichzeitig der erste und wesentliche Schritt zur Verbesserung, zum Wachstum.

 

Sabotieren Sie sich selbst? Hier der Selbstcheck - Roman Kmenta - Keynote Speaker und Autor

 

Tipps gegen die Kleinmacherei

Was können Sie über die Erkenntnis hinaus unternehmen, um dem Sich-Kleinmachen entgegenzuwirken? Ein paar Dinge sind leicht zu ändern. Wenn Sie, auf Ihrer Website etwa, Fälle von Kleinmacherei entdeckt haben, dann ist das relativ einfach und rasch zu ändern.

  • Besuchen Sie ein Training

Geht es um Ihr Verhalten, etwa in Verkaufsgesprächen oder Verhandlungssituationen, dann kann regelmäßiges Verkaufstraining helfen. Wenn es um die Veränderung von Verhalten geht, ist einmal leider oft auch keinmal.

  • Spannen Sie Ihr Umfeld ein

Am schwierigsten sind oft die laufenden, kleinen Selbstsabotagen und Abwertungen, die sich in alltäglicher geschäftlicher wie privater Kommunikation einschleichen, in den Griff zu kriegen. Hier könnte es helfen, Menschen, denen Sie vertrauen, darum zu bitten, Sie darauf aufmerksam zu machen, wenn Sie es schon wieder tun.

  • Investieren Sie in sich selbst

Auch ein guter Coach kann diesbezüglich bei geschäftlichen Dingen hilfreich sein. Ich arbeite mit meinen Klienten immer wieder gerade an diesem Thema. Und das macht sich bezahlt. Ist der Knoten erst einmal gelockert bzw. ganz gelöst, bedeutet das oft Riesenschritte vorwärts für das Geschäft. Investitionen in sich selbst sind immer die mit dem höchsten Ertrag. Mehr dazu finden Sie hier.

Geht es übrigens mehr um private Kleinmacherei (speziell, wenn Sie eine Frau sind), dann sollten Sie unbedingt den Blog meiner Frau, Regina Kmenta, lesen. Sie werden ihre Beiträge lieben. Hier finden sie diese.

  • Fügen Sie sich gezielt Schmerz zu

Ein Ratschlag für Masochisten? Nicht nur! Eine oftmals empfohlene und für viele sehr wirksame Idee ist es, sich ein Gummiband über das Handgelenk zu ziehen. Jedes Mal, wenn Sie sich selbst bei Kleinmacherei ertappen (oder ertappt werden), lassen Sie es schmerzhaft auf die Innenseite Ihres Handgelenks schnalzen. Durch diese schmerzvolle Erfahrung erlangen Sie mehr Bewusstheit über das unerwünschte Verhalten.

  • Fake it, till you make it

Apropos Bewusstheit. Warum nicht auch ganz bewusst vortäuschen, groß bzw. großartig zu sein? Auch, wenn Sie es nach Ihrem Dafürhalten noch gar nicht sind? Klingt seltsam, ist aber sehr wirksam. Lesen Sie dazu den Beitrag „Fake it till you make it“ und planen Sie ganz bewusst, groß zu sein. So lange, bis Sie es tatsächlich sind.

  • Tu Gutes und sprich darüber

Machen Sie es sich zur Angewohnheit Ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Sagen Sie zumindest allen, die es wissen wollen, was Sie Großartiges leisten. Nicht um zu prahlen, sondern um zu informieren. Und wenn Ihnen das noch schwer fällt, lassen Sie es andere tun. Im geschäftlichen Zusammenhang wären das dann Testimonials bzw. Kundenstimmen. Das hat den Vorteil, dass andere noch wesentlich glaubwürdiger dabei wirken.

Eines der schönsten Komplimente

Ich habe mir Ihre Website angesehen und frage mich jetzt, ob wir uns Sie leisten können.

 

Eines der schönsten Komplimente, das ich geschäftlich in letzter Zeit von einem Interessenten, dem Personalverantwortlichen eines größeren Mittelständlers erhalten habe, war: „Ich habe mir Ihre Website angesehen und frage mich jetzt ob wir uns Sie leisten können.“ Für mich war das ein exzellentes Feedback zu meiner Website, das bedeutet: Ich habe vieles richtig gemacht, was die Wirkung meiner Seite betrifft.

Sie haben eigene Erfahrungen mit dem Thema bzw. weitere Ideen, um es in den Griff zu kriegen? Schreiben Sie mir dazu Ihre Kommentare hier auf meinem Blog und lassen Sie meine Leser daran teilhaben.

 

Ihr

Keynote Speaker Roman Kmenta

Roman Kmenta

 

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Unternehmer, Autor und Keynote Speaker

Referent, Vortragsredner Roman Kmenta

Mag. Roman Kmenta ist als Keynote Speaker und Redner international tätig. Er berät Unternehmen und Unternehmer zu den Themen Verkaufs- und Marketingstrategien für höhere Preise, Honorare und Deckungsbeiträge.
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Fotos: Roman Kmenta, Fotolia

4 Kommentare
  1. C. Meier says:

    Ich finde den Artikel sehr gut und finde mich teilweise durchaus darin wieder. Meiner Andicht nach, wird dieses Verhalten in der Kindheit Frauen in der Erziehung noch mehr eingetrichtert als Männern. In unserem geoßen Unternehmen habe ich dazu schon auffällige Unterschiede beobachtet. Also Mädels: Fake it till you make it! 😉

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  2. Silvia Hall says:

    Eigentlich müsste es Orte geben, an denen eine andere Haltung gelebt wird. Und ich meine jetzt nicht teure Seminare oder Coaching. Nein, ich meine „Mutmacher-Cafés“, wo jeder mit jedem ins Gespräch kommen will, um Mut zu geben und zu empfangen. Warum gibt es sowas noch nicht…? ?

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